Leo Keller: KTM – Motorräder seit 1953

KTM ist nicht nur der erfolgreichste europäische Hersteller von Enduro- und Motocross-Maschinen, sondern zählt derzeit auch zu den angesagtesten Motorradmarken weltweit.

Leo Keller liefert in diesem Band alle wesentlichen Infos über die Geschichte der oberösterreichischen Kult-Marke, inklusive der gerne vernachlässigten Frühgeschichte. Denn damals war die Bedeutung des Kürzels KTM umstritten.

So steht KTM laut Familienchronik für „Kraftfahrzeuge Trunkenpolz Mattighofen“, während andernorts von „Kussin, Trunkenpolz und Moser“ zu lesen war, was die Geschäftsbeziehungen von Firmengründer Hans Trunkenpolz symbolisieren sollte. Wie man sieht: Akribisch recherchiert und ausführlich dokumentiert, gibt der Autor im überaus ansprechend gestalteten Buch einen umfassenden Überblick über alle KTM-Modelle seit Bestehen der Marke im Jahre 1953, darunter alle Gelände- und Crossmodelle sowie die heutigen Maschinen wie die Duke, die 950 oder der brandneue Straßen-Supersportler.

Keller geht zudem auf die Historie des 4300-Mitarbeiter-Unternehmens ein, spart dabei auch die schweren Zeiten nicht aus (etwa den Konkurs 1991), schließt aber zukunftsfroh. Nicht umsonst heißt der vierte Teil des Buches „Die Zukunft hat erst begonnen“. Der Autor Leo Keller ist Motorsportjournalist und war selbst viele Jahre im Geländesport aktiv. Aus seiner Feder stammt auch der Typenkompass KTM, der ebenfalls im Motorbuch Verlag erschienen ist.

Leo Keller: KTM – Motorräder seit 1953; Motorbuch Verlag; 256 Seiten; 35,90 €

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