Lernhilfe-Angebot für die Ferien

Vermittlung läuft ab 28. Dezember über Plattform www.weiterlernen.at

Mit einer Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht rechnet Bildungsminister Faßmann nicht vor dem Semesterende. Die Entscheidung, wann die Oberstufenschüler in die Klassen zurückkehren, werde — abhängig von den Infektionszahlen — vermutlich Anfang Jänner fallen. „Nicht abschließend geklärt“ sei eine mögliche Testpflicht für Pädagogen — er glaube aber, „dass man Menschen nicht immer nur mit Pflichtaussagen zur Einhaltung sinnvoller Regeln zwingen muss“, so der Minister.
Mit einer Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht rechnet Bildungsminister Faßmann nicht vor dem Semesterende. Die Entscheidung, wann die Oberstufenschüler in die Klassen zurückkehren, werde — abhängig von den Infektionszahlen — vermutlich Anfang Jänner fallen. „Nicht abschließend geklärt“ sei eine mögliche Testpflicht für Pädagogen — er glaube aber, „dass man Menschen nicht immer nur mit Pflichtaussagen zur Einhaltung sinnvoller Regeln zwingen muss“, so der Minister. © APA/Schlager

Mit einem neuen kostenlosen Lernhilfe-Angebot sollen vor allem in den Weihnachts- und Semesterferien speziell benachteiligte Schüler unterstützt werden. Finanziert wird das Programm vom Bildungsministerium mit einer Million Euro, die Abwicklung übernehmen Partnerorganisationen wie Caritas, Diakonie oder Jugendrotkreuz. Als Lernhelfer („Buddies“) im Einsatz können dabei Lehrer, Lehramtsstudenten oder Oberstufenschüler sein.

„Entstandene Lernlücken nicht wegreden“

In der Corona-Zeit habe es zwar Distance Learning und Betreuung an den Schulen gegeben, so Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. „Trotzdem sind Lernlücken entstanden, das muss man gar nicht wegreden.“ Zur Abhilfe soll über die bereits bestehende Plattform www.weiterlernen.at daher eine Art Börse eingerichtet werden.

Schüler, Studenten oder Pädagogen können Lernhilfe anbieten, Familien umgekehrt dort angeben, welche Art davon sie brauchen. Eine Einschränkung auf bestimmte Fächer oder Schulstufen gibt es nicht. Die Plattform bringt die Interessenten dann zusammen und überprüft etwa auch Angaben und Qualifikationen. Die Lernhilfe selbst kann dann in den Weihnachtsferien, Semesterferien oder in der Zeit dazwischen entweder digital oder in den Räumlichkeiten der Partnerinstitutionen wie etwa den Caritas-Lerncafes erfolgen.

Für die Familien ist das gratis, „Buddies“ erhalten über ein Gutscheinsystem eine Entlohnung — „nicht fürstlich, aber dennoch“, so Faßmann. Begonnen wird mit rund zehn Euro pro Stunde, dieser Betrag steigt mit der Qualifikation der Lernhelfer an. Angeboten werden sowohl Einzelstunden als auch Gruppenstunden in einer Dreiergruppe. Eine Anmeldung ist ab 28. Dezember möglich. Eingelöst werden können pro Schüler sechs Einzelstunden oder bis zu 18 Gruppenstunden — macht in Summe rund 42.000 Lernstunden für 7000 Schüler.

„Steht allen offen, die das brauchen“

Gedacht ist das Programm vor allem für benachteiligte Schüler. Es werde aber keine Einkommens-Checks oder Ähnliches geben, betonte Faßmann. „Es steht allen offen, die das Gefühl haben, ich brauche das.“ Die Qualifikationen der Buddies würden vor allem von den Partnerorganisationen überprüft.

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Diese wiederum profitieren durch die mit den finanziellen Mitteln mögliche Ausweitung ihres Angebots. So würden etwa schon jetzt rund 1000 Kinder auf den Wartelisten der Caritas-Lerncafes stehen, so Caritas-Generalsekretärin Anna Parr. Mit den neuen Mitteln für die Lernhelfer könne man etwa Öffnungszeiten verlängern oder zusätzliche Tage anbieten.

Das Programm soll auch in den kommenden Jahren angeboten und dann mit EU-Mitteln finanziert werden.

„Vergangenes Jahr alles andere als einfach“

Oberösterreichs Bildungsreferentin LH-St. Christine Haberlander „begrüßt das Angebot zur Förderung der Schülerinnen und Schüler“. Denn, so Haberlander gegenüber dem VOLKSBLATT: Für die Schülerinnen und Schüler sei das vergangene Jahr mit mehrmaligen Umstellungen auf Distance-Learning, alles andere als einfach gewesen.

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