LH Stelzer will Doppelstaatsbürgerschaft für Auslandsösterreicher

Landeshauptmann Thomas Stelzer © Land OÖ/Mayrhofer

In der Diskussion um das Staatsbürgerschaftsrecht hat sich der oö. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hinter die Interessenvertretung der im Ausland lebenden Österreicher gestellt.

Er sprach sich im „Ö1-Mittagsjournal“ am Samstag für eine Doppelstaatsbürgerschaft für Auslandsbürger aus. Wie seine Bundespartei lehnt er Erleichterungen bei Einbürgerungen von Zuwanderern ab und ist für das Festhalten an „restriktiven Regeln“, damit die „Staatsbürgerschaft etwas wert bleibt“.

Handlungsbedarf sehe er hingegen für jene Bürger, „die im Ausland erfolgreich sind, aber gerne Österreicher bleiben wollen, auch wenn sie dann vor Ort eine andere Staatsbürgerschaft bekommen“. Da sei Österreich „sehr streng“, das gehe derzeit nicht. Daher sei es für ihn nicht einzusehen, „warum wir jetzt am anderen Ende plötzlich die Tore aufmachen sollten“, so Stelzer.

Unterstützung kommt auch vom Auslandsösterreicher Weltbund, der sich als Interessenvertretung der fast 600.000 im Ausland lebenden Österreicher versteht.

Auslandsösterreicher seien oft aus beruflichen oder familiären Gründen gezwungen, die Staatsbürgerschaft im Gastland anzunehmen und würden dabei dann wegen der restriktiven Regeln meist ihre österreichische Staatsbürgerschaft verlieren, heißt es in einem aktuelle Newsletter der Vereinigung.

Das könne u. a. dazu führen, dass diese Personen bei einer Rückkehr nach Österreich auf bürokratische Probleme am Arbeitsmarkt treffen, die sie mit der österreichischen Staatsbürgerschaft nicht hätten.

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