Lianne La Havas

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Sie hatte sich rargemacht nach zwei erfolgreichen Alben voller Songperlen zwischen Soul, Pop und Folk. Um klar zu machen, dass die dritte Studioplatte ein Neuanfang ist, hat Lianne La Havas sie, wie sonst eher bei einem Debüt üblich, nach sich selbst benannt – als Ausdruck künstlerischer Freiheit.

Neben purer Lebensfreude wie im Lied „Read My Mind“ sind auf diesem Album auch nachdenkliche und melancholische Töne zu hören. Schließlich geht es um den oft spannungsvollen Bogen einer Liebesbeziehung zwischen „Bittersweet“ und „Sour Flower“. Eine Tanzmaus mit oberflächlichen Texten war diese einst von Prince protegierte Künstlerin noch nie.

Wie schon auf „Is Your Love Big Enough?“ (2012) und „Blood“ (2015) setzt La Havas auf niveauvollen Pop. Wieder krönt sie mit leicht rauchiger, nie überforderter Stimme ihre edlen Balladen und Midtempo-Songs. Der Clou des Albums ist gleichwohl eine Coverversion: La Havas hat sich das Elektropop-Stück „Weird Fishes“ von Radiohead genommen und daraus einen modernen Soulsong gebastelt.

So macht man das mit Fremdmaterial: ein Lied im Kern erhalten, ihm aber den eigenen Stempel aufdrücken. „Ich wage zu behaupten, dass ich einem puren künstlerischen Ausdruck noch nie so nah gekommen bin“, so die Sängerin, die der Popwelt ein tolles, anspruchsvolles Sommeralbum beschert.

Hörprobe:

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