Liensberger kämpft um die kleine Kristallkugel und den ersten Erfolg

Noch nie blieben Österreichs Ski-Damen eine ganze Saison sieglos

Bevor es zum Weltcup-Finale nach Lenzerheide in die Schweiz (ab Mittwoch/17. März) mit Rennen in allen Disziplinen geht, machen die alpinen Ski-Damen noch einen Einkehrschwung nach Aare.

In der schwedischen Destination ist am Freitag (12.3., 13.30/ 16.30) und am Samstag (10.30/13.45/jew. live ORF 1) ein Slalom-Doppel geplant. Aus österreichischer Sicht steht dabei Katharina Liensberger im Fokus.

Die Doppel-Weltmeisterin von Cortina kann nämlich einerseits noch die kleine Kristallkugel holen und kämpft andererseits um ihren ersten Sieg im Weltcup. Zudem ist sie im Saison-Endspurt wohl Österreichs heißestes Eisen, um die erste sieglose Saison im Weltcup für die Damen überhaupt zu verhindern.

Der Slalom-Weltcup: Die Slowakin Petra Vlhova ist mit 480 Punkten die Gejagte, doch bei insgesamt noch drei ausstehenden Torläufen haben Mikaela Shiffrin (USA) 435), Liensberger (410) und Michelle Gisin (SUI/375) realistische Chancen, sie abzufangen. „Es ist ein sehr schöner Hang, es sind ein paar Wellen drinnen, da heißt es gut mitgehen, gut drüberstehen über dem Ski und die Ski laufen zu lassen“, freut sich Liensberger auf Aare. Ihre Devise: „Volle Power und Attacke.“

Die Sieglosigkeit: Im 55. Weltcup-Winter droht Österreichs Damen erstmals überhaupt die Sieglosigkeit.

Zwischen einem und 23 Saisonsiegen

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Fünfmal (wie zuletzt 2016/17, als Christine Scheyer die Abfahrt in Zauchensee gewinnen konnte) rettete zumindest ein Erfolg diese Bilanz. Auf der anderen Seite gab es 2006/07 sogar unfassbare 23 Siege für Österreichs Damen. Allein jeweils acht gingen damals auf das Konto von Renate Götschl und Marlies Raich (damals noch Schild).

P.S.: Stephanie Brunner zog sich in Aare im Training eine Bänderverletzung im Knöchel zu und ist bereits wieder abgereist.

Von Roland Korntner

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