Linz für den Schneefall gerüstet

135 Mitarbeiter warten auf erste Flocken, 900 t Streumittel gebunkert

Lokalaugenschein: Vbgm. Baier (r.) und Reinhardt Rödinger
Lokalaugenschein: Vbgm. Baier (r.) und Reinhardt Rödinger © Stadt Linz

Erfüllen sich die Wetterprognosen, werden die 135 Mitarbeiter des Linzer Winterdienstes kommende Woche erstmals in dieser Saison jede Menge zu tun bekommen, um das 600 Kilometer lange Linzer Straßennetz eis- und schneefrei zu halten.

Und der Winterdienst der Stadt ist für den Ernstfall gerüstet. 900 Tonnen Streumittel lagern aktuell in den 13 Silos im Stadtgebiet verteilt. „Wir können auf ein hochprofessionelles, optimiertes System zurückgreifen“, betont Vizebürgermeister Bernhard Baier.

Heißt: In der Winterdienstzentrale an der Metz-Straße können die Mitarbeiter nicht nur auf die aktuellen Wetterdaten der Flugsicherung Hörsching zurückgreifen, auch Verkehrskameras (etwa am Pöstlingberg oder bei der Nibelungenbrücke) liefern den Profis die notwendigen Daten. Zudem gibt es an vier Stellen ein Glatteis-Frühwarnsystem, bei dem Messdosen mit Fühlern in den Fahrbahnen eingebaut sind, und zusätzlich wird durch Kontrollfahrten die Lage erhoben. „Je nach Prognosen und Situation wird dann die Dienststärke ermittelt“, sagt Martin Stiedl, Leiter der Abt. Logistik/Technik am Magistrat.

Beim Räumen greifen die Winterdienst-Mitarbeiter auf einen genauen Räumplan zurück. „Zuallererst werden Hauptverkehrswege gestreut, dann die Nebenstrecken und schließlich auch die Rad- und Gehwege sowie Stiegen“, so Stiedl. Zu 85 bis 90 Prozent komme dabei Feuchtsalz — also Salz mit Sole — und nicht Splitt zum Einsatz. Das minimiere die Feinstaubbelastung, zudem werde weniger davon benötigt.

Service für Winterradler

Freuen können sich Radfahrer, die auch im Winter in die Pedale treten wollen. „So wie schon in der vergangenen Saison wird auch diesmal wieder auf den Basisrouten gestreut“, so Baier. Welche dies sind, kann auf der Radlobby- und der Stadt-Homepage nachgelesen werden. Baier pocht aber auch auf die Eigenverantwortung, denn: „Wenn es schneit, gibt es keine schneefreie Stadt!“

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