Star-Regisseur Dornhelm inszeniert heurige Linzer Klangwolke

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Jetzt ist es soweit: Robert Dornhelm inszeniert die Klangwolke 2021 in Linz. Das verspricht wohl großes Kino, die kleinen, leisen Gesten wird der Regisseur bei dem Spektakel am 11. September nicht auspacken.

„Ich kann es mir noch nicht richtig vorstellen“

Die Geschichte Klangwolke-Dornhelm begann bereits in den 1960ern, wie der erfolgreiche Film- und Opern-Regisseur erzählt: „Linz hat mich immer schon angezogen.“ Durch seine Arbeit beim ORF entstand eine Freundschaft mit Hannes Leopoldseder, einem der Erfinder der Klangwolke.

„Er hat mich vor 20, 25 Jahren eingeladen, die Klangwolke zu machen. Jetzt ist es soweit.“ Der Titel —„Panta Rhei“ — ist fixiert, das Konzept für das Spektakel an und in der fließenden Donau einstweilen nur auf Papier. „Ich kann es mir noch nicht richtig vorstellen“, gesteht Dornhelm.

Dass der Abend des 11. September 2021 klare filmische Elemente haben wird, ist klar. Dornhelm hatte an Projektionen auf Rauchwänden gedacht. Dafür sei Linz aber zu windig, bedauert er. Also wird das Wasser als Leinwand dienen. Dass Gefährte auf dem Strom unterwegs sein werden, verrät Dornhelm auch: „Bei Filmen kann man Fehler korrigieren. Wenn bei der Klangwolke die Schiffe Verspätung haben, müssen wir die Zeit irgendwie überbrücken.“

Über mangelnden Klang werden sich die Zuschauer heuer nicht beschweren — mehrerer Musiker werden live spielen und überdimensional — 30 Meter groß — projiziert. Davor werden die Solistinnen, in märchenhafte Kostüme von Anna-Sophie Lienbacher gehüllt, mit einem Kran aus den Tiefen der Donau gezogen. Unterwasserdreharbeiten haben bereits stattgefunden.

Eine riesige Harfe wird aus der Donau emporragen. Den Soundtrack zur „Kino-Klangwolke“ liefert Roman Karolou, der in Linz studiert und einen starken Bezug zu Anton Bruckner hat. Der wird in der eigens für den 11. September entstehenden siebenaktigen Komposition deutlich hörbar sein.

„Es wird eine sehr poetische Reise werden“, sagt Christoph Engel, der die Klangwolke gemeinsam mit Dornhelm inszeniert. Und der Regisseur des TV-Mehrteilers „Maria Theresia“ stellt klar, dass das Linzer Traditions-Ereignis heuer ohne Handlung auskommen wird. „Es werden assoziative Bild rund um die Donau entstehen. Da passiert ja soviel — vom Ertrinken bis zum Honeymoon.“

„Fest im Donaupark“ heuer nicht gefährdet

Dass bald wieder „alles in Bewegung sein wird“, freut sowohl Brucknerhaus-Chef und Intendant Dietmar Kerschbaum als auch Bürgermeister Klaus Luger und Stefanie Christina Huber, Vorstandvorsitzende der Sparkasse Oberösterreich, die die Klangwolke seit sechs Jahren unterstützt.

Trotz der häufiger werdenden Mutationen des Corona-Virus sieht Luger das „Fest im Donaupark“ für heuer nicht gefährdet. Das Gelände werde in Sektionen geteilt, für den Zutritt brauche es einen 3G-Nachweis, Details gibt es im August. Ob 100.000 Besucher, wie in den besten Jahren der Klangwolke den Donaupark bevölkern werden, traut sich niemand zu prognostizieren.

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