Linz-Kapitän „Aschi“ geht von Bord

Dominik Ascherbauer verabschiedete sich von der Handball-Bühne.
Dominik Ascherbauer verabschiedete sich von der Handball-Bühne. © Schuster/picturedesk.com

Nach wenigen Sekunden traf Dominik Ascherbauer gegen Graz zum 1:0 — es sollte das drittletzte des 31-Jährigen im Dress des HC Linz AG gewesen sein.

Nach 13 Jahren zog der Kapitän einen Schlussstrich unter seine Handball-Karriere. Mit Tränen in den Augen umarmte „Aschi“ nach der 30:32-Niederlage jeden seiner Mitspieler.

Auf der Tribüne nahm ihn seine Familie, die ausnahmsweise akkreditiert wurde, in Empfang. „Ein komisches Gefühl“, gestand der Flügelspieler nach seinem letzten Wurf. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, aber letztendlich war der Spaß abhandengekommen, der Weg nach dem Job in die Halle mehr Pflicht als Freude. Dazu habe er mit Christian Kislinger längst einen mehr als würdigen Nachfolger.

„Ich bin extrem dankbar für die Zeit“, betonte Ascherbauer. Vor allem die WM 2015, die Spiele im Europacup und der Heimsieg im Halbfinale 2010 gegen Meister Bregenz werden ewig in Erinnerung bleiben. Daran kann der passionierte Fischer nun entspannt beim Warten auf den großen Fang zurückdenken.t.h.

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