Linz startet mit Suchtstrategie

Im ersten Schritt soll die Problematik erhoben werden – Maßnahmen ab 2021 geplant

Die Stadt Linz will jetzt den Ursachen des Drogenkonsums auf den Grund gehen und in einem ersten Schritt erheben, wo junge Menschen der Schuh drückt. Nächste Woche soll im Gemeinderat ein Beschluss fallen, wonach die ersten 15.000 Euro für eine fundierte Erhebung des Ist-Zustandes freigegeben werden sollen, kündigten Sozial-Stadträtin Karin Hörzing und Gesundheitsstadtrat Michael Raml am Donnerstag an.

Fachliche Unterstützung kommt dabei vom Institut für Suchtprävention. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll ein Bündel an Maßnahmen geplant werden, das ab 2021 umgesetzt werden soll. Dabei will man auch auf das bestehende Angebot zurückgreifen.

„In Island, das ein massives Drogenproblem unter Jugendlichen hatte, hat man u. a. mit einer Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern, kürzeren Ausgehzeiten und mehr Sport in der Freizeit gegengesteuert“, weiß Christoph Lagemann vom Institut Suchtprävention. Vom Tisch ist laut Hörzing die geplante Ersatzfläche für Alkohol- und Drogenkranke im Berg- schlösslpark, die von den Betroffenen ohnedies nicht angenommen wurde. Die Lage am Hessenpark hätte sich durch die Schutzzone entspannt.

ÖVP und Grüne erfreut

ÖVP-Klubobmann Martin Hajart zeigte sich erfreut, dass bei der Linzer Suchtproblematik „endlich hingeschaut wird“, die Initialzündung sei bereits 2016 von der ÖVP gekommen. Man soll sich an Best-Practice-Beispielen orientieren und auf die unterschiedlichen Zielgruppen eingehen. Die Prävention müsse an erster Stelle sein, betonten die Grünen.

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