Linzer Airport präsentiert sich nach der Krise deutlich aufgehübscht

Millionen-Investitionen für Erneuerung – Erste Flüge kommende Woche

Flughafen Linz

Noch geht es recht beschaulich zu am Linzer Flughafen, der erste Ferienflieger nach Kreta hebt erst kommende Woche ab.

An einigen Stellen wie etwa bei den Reisebüro-Terminals wird auch noch geschraubt, doch bei der Eröffnung des neuen Terminals am Montag, präsentierte sich der Airport runderneuert und deutlich attraktiver.

Dreistufiger Ausbau

Insgesamt 4,3 Mio. Euro wurden in den vergangenen zwei Jahren in die Attraktivierung des Flughafens investiert, erklärten am Montag die Eigentümer-Verteter Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner und Bürgermeister Klaus Luger für die Stadt Linz.

Nach der thermischen Sanierung des Passagierterminals hat der Linz Airport mit der Dacherneuerung samt Aufbau einer der größten Photovoltaikanlagen auf einem heimischen Flughafen die Zeit der Pandemie genutzt, um die Neugestaltung des Innenraums voranzutreiben.

Vor allem der Transitbereich nach den Sicherheitschecks ist kaum mehr wieder zu erkennen. Der Duty Free Shop wurde mit dem erweiterten Gastro-Angebot durch die Gastronomiegruppe DoN von Josef Donhauser vereint, der Wartebereich vergrößert und freundlicher gestaltet.

Weitere 3,7 Mio. Euro

„Wir haben immer klar gemacht, dass wir hinter dem Linzer Flughafen stehen, auch in schweren Zeiten“, erklärten am Montag Achleitner und Luger. Der Airport sei essenziell für den Tourismus- und Wirtschaftsstandort, dazu habe der Flughafen in den vergangenen 20 Jahren immer positiv bilanziert, wurde betont. Im für den Flughafen in der Krise als zweites Standbein immens wichtigen Frachtbereich wird noch heuer groß investiert.

3,7 Millionen Euro wurden für Infrastrukturverbesserungen freigegeben. Vor allem im Pharma-Bereich will man den Umstand nutzen, neben Wien der einzige Cargo-Flughafen mit entsprechender Kühl-Ausstattung zu sein.

Regionalflughäfen und die verpönte Kurzstrecke

Angesichts der schwierigen Situation für Regionalflughäfen in ganz Europa kritisierte Luger dogmatische Diskussionen wie in Deutschland über ein Verbot von Kurzstreckenflügen, er stellte auch die Machtkonzentration bei den Fluggesellschaften in Frage. Gemeinsam mit Achleitner forderte er ein zweites Hilfspaket für Regionalflughäfen, bei der Rettung der Lufthansa-Tochter AUA in der Krise war eine Absicherung der Regional-Airports nicht Teil der Finanzierungsbedingungen geworden.

Frankfurt, Kreta starten, Düsseldorf noch nicht

Flughafen-Direktor Norbert Draskovits betonte, dass er nicht an ein Verbot von Kurzstreckenflügen glaube – „weil die Kunden es nicht wollen“. Für Linz bestätigte er, dass die Frankfurt-Flüge am 26. Juni aufgenommen werden. Maschinen nach Düsseldorf sollen erst im September wieder starten. Kommende Woche startet die Sommersaison mit Flügen nach Heraklion und Rhodos.

Von Christoph Steiner

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