Linzer Ars Electronica trotz Corona ohne massiven Einbruch

Das Corona-Jahr 2020 brachte für das Ars Electronia Linz einen Einschnitt und keinen Einbruch, so die Quintessenz des Künstlerischen Geschäftsführers Gerfried Stocker. Die Krise wurde „zur Initialzündung für eine Hybridisierung, die unser Weg in die Zukunft ist“. Wirtschaftlich sei laut kaufmännischen Geschäftsführer Markus Jandl eine Schadensbegrenzung gelungen. Rund 2,4 Mio. Euro sei man hinter dem Plan von zehn Mio. Euro Umsatz geblieben, so das vorläufige Ergebnis.

„Dank der sehr guten Ausgangssituation nach dem Rekordjahr 2019, eines im März 2020 sofort eingeleiteten Maßnahmenpakets, unserer großen mehrjährigen EU-Programme, des sehr erfolgreichen Projektgeschäfts und einer strikten Budgetdisziplin, konnten wir die Auswirkungen der Krise in Grenzen halten“, so die Bilanz von Jandl am Donnerstag. Berücksichtige man die geringeren Aufwendungen vergangenes Jahr – ein reduziertes Programm, staatliche Hilfen wie Kurzarbeit – bleibe voraussichtlich unter dem Strich ein Umsatzrückgang von 250.000 Euro, hieß es am Donnerstag.

Der Blick nach vorne fiel vorsichtig optimistisch aus. So werde jedenfalls „die Hybridisierung von Ars Electronica konsequent vorangetrieben werden“, sagte Stocker. Mit einer Reihe neuer Formate werde u.a. „Home Delivery Services“ für unterschiedliche Zielgruppen ergänzt. Das „Home Delivery Services for Education“ bietet ein virtuelles und interaktives Programm für alle Schultypen und -stufen an. Gemeinsam mit der Bildungsdirektion hat das Ars Electronica dieses neue Angebot gerade gestartet.

Wirtschaftliche Prognosen könnten seriöserweise für 2021 nicht abgegeben werden. Hier hänge alles davon ab, wie rasch die Gesundheitskrise überwunden werde. „Bleiben unsere Auftragsbücher weiterhin gut gefüllt, könnten wir die Krise besser meistern als erwartet“, gab sich Jandl doch zuversichtlich.

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