Linzer Kirchen klingen wieder

33. Ausgabe von musica sacra erquickt mit Mix aus Klassik und Zeitgenössischem

V. l.: Petra Samhaber-Eckhardt, musica sacra-Obmann Werner Kotek, Generalsekretärin Isabel Biederleitner, Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, LH Thomas Stelzer, Peter Aigner
V. l.: Petra Samhaber-Eckhardt, musica sacra-Obmann Werner Kotek, Generalsekretärin Isabel Biederleitner, Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, LH Thomas Stelzer, Peter Aigner © Land OÖ/Stinglmayr

Mit einem bunten Strauß an bekannten, aber auch raren musikalischen Blüten, mit Klassik und Zeitgenössischem erfüllt musica sacra die Linzer Gotteshäuser. Zum 33. Mal findet die Kirchenmusik-Reihe statt, bei 16 Konzerten in sechs Kirchen erquickt man u. a. mit Jazz.

Landeshauptmann Thomas Stelzer verwies auf die große Vielfalt der lebendigen Kirchenmusik im Land, die sich auch in den musica sacra-Konzerten zeige. „Kirchenmusik bleibt nicht in Tradition stecken“, lobte auch die Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer bei der gestrigen Programmpräsentation.

Einem langjährigen Begleiter widmet sich das Eröffnungskonzert: In memoriam Balduin Sulzer wird dessen „Memorare“ am 20. Oktober in der Martinskirche zu Gehör gebracht. Den Solistenpart übernimmt Martina Fender, sie wird begleitet von einem Ensemble rund um die Geigerin Vera Kral. Seinen Abschied feiert der langjährige Orgel- und Cembaloprofessor an der Linzer Bruckneruni Brett Leighton mit einem Doppelkonzert am 25. (Martin-Luther-Kirche) und 27. Oktober (Minoritenkirche). Bachs „Clavierübung“ füllt die beiden Abende. Mit „Himmels Liedern“, Werken aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, spenden am 10. November das Ensemble Colcanto und Countertenor Franz Vitzthum in der Minoritenkirche Trost.

Improvisationen, Jazz und ein Stargeiger

Schon traditionell füllt musica sacra die Gotteshäuser mit vorweihnachtlichen Klängen. Mit dabei am 1. Dezember die Leonfeldner Kantorei, die mit dem Jazzensemble Luchs improvisiert. Zum zweiten Mal hat das Ensemble Castor den italienischen Stargeiger Enrico Onofri für ein Konzert gewinnen können (8. Dezember, Minoritenkirche). Selten Gespieltes und Bekanntes von Bach kombiniert der Chor des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz mit Solisten, ehe am 21. Dezember in der Minoritenkirche die ersten drei Kantaten des „Weihnachtsoratoriums“ von ebendiesem erklingen. Es spielt das L’Orfeo Barockorchester, es singt das Collegium vocale der Salzburger Bachgesellschaft. Das Vokalensemble Voices und das Instrumentalensemble Drei-Rath bescheren das Publikum am 29. Dezember (Ursulinenkirche) noch einmal und zwar mit Weihnachtlichem aus aller Welt.

Die Passionszeit wird am 22. März mit Zeitgenössischem des armenischen Komponisten Karen Asatrian eröffnet, der Mariendom mit dessen Jazz-Messe „Prayer Wheel“ erstmals zum Austragungsort. In der Ursulinenkirche (26. März) widmet sich der Hard-Chor dem britischen Senkrechtstarter Owain Park. Das Konzert des Linzer Jeunesse Chores am 29. März (Friedenskirche) steht im Zeichen von Beethovens 250. Geburtstag. Das Saisonfinale läutet Klezmer Musik (26. April, Ursulinenkirche) ein. Beschlossen wird die Reihe von Johanna Bohnen und Maria Held am 8. Mai (Martinskirche) mit „Bach auf zwei Violinen“.

www.musicasacra.at

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