Linzer Verkehr ist „noch nicht gut genug und nicht schnell genug“

Land OÖ stellte gemeinsam mit Stadt Linz ein „Mobilitätsleitbild“ für die Region vor — Ausbau des öffentlichen Schienen-Verkehrs als oberstes Ziel

Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein, Infrastruktur-Landesrat Steinkellner, LH Stelzer und Bgm. Luger präsentierten gemeinsam das neue Linzer „Mobilitätsleitbild“. © Land OÖ/Daniel Kauder

LINZ — Linz und Stau, das hat mittlerweile Tradition. Dieser soll mit dem von Land OÖ, der Stadt Linz und den Stadtregion-Gemeinden gemeinsam entwickelten Mobilitätsleitbild entgegengewirkt werden. Der weitere Ausbau des öffentlichen (Nah-)Verkehrs soll dabei das Rückgrat des verkehrspolitischen Konzeptes bilden. „Es ist Fakt, dass der Verkehr in Linz noch nicht gut genug und nicht schnell genug funktioniert. Wir brauchen belastbare, moderne Verkehrsverbindungen und ein zukunftsorientiertes Netzwerk an Straßen und Schienen. Deshalb setzen wir nach 2018 auch im Landeshaushalt 2019 eine nachhaltige Trendwende in der Verkehrspolitik und mit Investitionen in der Höhe von 166,43 Millionen Euro einen Schwerpunkt im Öffentlichen Verkehr“, sagte LH Thomas Stelzer bei der Präsentation des Maßnahmenpakets. Auch die Zahl der zurückzulegenden Rad- und Fußwege soll erhöht werden, der Pkw-Weganteil hingegen von 57 auf unter 50 Prozent sinken. Landesrat Günther Steinkellner zu den konkreten Plänen: „Großprojekte wie die Durchbindung der Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof, der Bau einer schienengebundenen Nahverkehrslinie Richtung Gallneukirchen-Pregarten, die Lilo-Verlängerung Richtung Aschach und der Ausbau der Straßenbahn nach Ansfelden-Kremsdorf bilden das Fundament einer zukunftsorientierten Verkehrsplanung.“

Zweite Schienenachse hat für Stelzer Vorrang

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Höchste Priorität habe jedoch die Errichtung einer zweiten Straßenbahn-Schienenachse und die Nutzung dieser für die Mühlkreisbahn. Hier müsste sich der Bund jedoch verstärkt finanziell einbringen, so Stelzer: „Eine grundsätzliche Einigung zwischen Land und Stadt ist da. Die Beteiligung des Bundes ist aber noch in konkrete Zahlen zu gießen.“ Bgm. Klaus Luger stellte jedoch die täglichen 110.000 Linz-Arbeitspendler auf einen langen Atem ein: Ab dem ,Go‘ durch den Bund benötige das Behördenverfahren zwei, die Bauzeit vier Jahre.