LK-OÖ-Präsident: „Milch nach wie vor leistbar“

Waldenberger verweist auf stärker gestiegene Löhne und lehnt Preisdeckelung ab

Gestiegene Preise machen der Milchwirtschaft zu schaffen.
Gestiegene Preise machen der Milchwirtschaft zu schaffen. © LK OÖ

Angesichts massiver Preissteigerungen bei Energie und den Futterkosten steht die Milch- und Rinderwirtschaft aktuell vor enormen Herausforderungen.

Denn zum Beispiel die Preise für Getreide und Eiweißschrote haben sich um rund 50 Prozent erhöht. Daher wurden auch die Auszahlungspreise der Molkereien im Mai noch einmal angepasst.

Das Niveau liegt damit für Qualitätsmilch GVO-frei zwischen 44 und 50 Cent netto. Biomilch erhält Zuschläge zwischen knapp 10 und 13 Cent, Heumilch ca. 5 bis 6 Cent, Bioheumilch ca. 15 Cent. In OÖ werden aktuell von zwölf Verarbeitungsbetrieben Milch übernommen. Auch im Handel werden die gestiegenen Preise ankommen.

„Wir erwarten uns vom Handel, dass von den höheren Verkaufspreisen auch ein höherer Anteil an die Lieferanten weitergegeben wird“, betont Landwirtschaftskammer-OÖ-Präsident Franz Waldenberger.

Er stellt aber auch klar: „Milch ist nach vor leistbar“, und verweist dabei auf die Statistik vergangener Jahrzehnte. „Auch wenn der Index für die Preisentwicklung von Milch- und Milchprodukten zuletzt anstieg ist festzuhalten, dass die Steigerung deutlich unter dem Gesamtindex liegt“, so der LK-OÖ-Präsident.

Einen Preisdeckel, wie teils gefordert, lehnt er strikt ab. Dieser wäre fatal, so Waldenberger. Irgendwer müsste ja die trotzdem entstehenden Kosten ja tragen, wahrscheinlich müsste dabei ohnehin der Steuerzahler für den Ausgleich sorgen, so Waldenberger und Kammerdirektor Karl Dietachmair.

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