Lob von Rechnungshof für Kurbezirk Bad Hall

Weniger Personalausgaben durch Kooperation

Lob von Oberösterreichs Landesrechnungshof (LRH) gab es gestern für die Baurechtsverwaltung im Kurbezirk Bad Hall. Um die zunehmenden Anforderungen an die Bauverwaltungen bestmöglich zu bewältigen, gründeten die Gemeinden Adlwang, Bad Hall, Pfarrkirchen bei Bad Hall und Waldneukirchen vor vier Jahren eine Verwaltungsgemeinschaft.

Der LRH sieht dieses Kooperationsprojekt positiv, weil es qualitative Vorteile gegenüber Einzelverwaltungen bringe, zudem würde es Spezialisierungen und die Reduktion von Personalausgaben ermöglichen. Wie der LRH feststellte, hat sich die gemeinsame Baurechtsverwaltung auch in der Bevölkerung bereits als zentrale Anlaufstelle in Bauangelegenheiten etabliert und mache einen positiven Gesamteindruck. Auch die wechselseitige Vertretung, die in kleineren Gemeinden oftmals nur schwer sicherzustellen ist, funktioniere. „Kommt es zu einem kurzfristigen Personalausfall, kann dieser durch die gemeinsame Bauverwaltung abgefedert werden, längerfristige Abwesenheiten werden aber auch hier wohl zusätzliches Personal erfordern“, erklärt LRH-Direktor Friedrich Pammer. „Was die finanzielle Seite betrifft, haben wir festgestellt, dass die Zusammenarbeit eine deutlichen Reduktion der Personalausgaben gebracht hat, die 2019 um rund 86.500 Euro unter jenen aus 2015, dem Jahr vor der Umsetzung der Kooperation, lagen.“

„Verwaltungsrechtliche Kooperationsprojekte haben großes Potential für eine effektive Verschlankung der Verwaltung bei gleichzeitiger Steigerung der Qualität für unsere Bürgerinnen und Bürger. Vernünftige Verwaltungskooperationen müssen daher weiter forciert werden“, kommentierte LH-Stv. Manfred Haimbuchner, FPÖ-Referent für Gemeindeaufsicht und Baurecht, den positiven LRH-Prüfbericht. Die Grüne Wohnbausprecherin LAbg. Uli Böker schloss sich an: „Wenn Gemeinden bei der Verwaltung kooperieren, ist das ein Gewinn für die Gemeinden selbst, die betreffenden Bauprojekte und die Bevölkerung.“

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