Lockdown: Es brennt öfter, kracht aber weniger

OÖ Versicherung verzeichnet weniger KFZ-Unfälle, dafür aber deutlich mehr kleine Brände

Im ersten Lockdown blieben die Autos wegen der Ausgangssperre öfter stehen und nicht wegen Unfällen.
Im ersten Lockdown blieben die Autos wegen der Ausgangssperre öfter stehen und nicht wegen Unfällen. © Panumas - stock.adobe.com

Das Coronavirus machte sich auch im täglichen Geschäft der OÖ Versicherung bemerkbar: Vor allem im ersten Lockdown gingen die Schäden im Straßenverkehr deutlich zurück, dafür brachte die verordnete Zeit zu Hause mehr kleinere Brände und auch Haushaltsunfälle.

Positiver Rückblick

Insgesamt zogen die Vorstände aber ein recht positives Resümee über das bald endende Jahr 2020. Bei den Prämien gab es ein Plus von 1,5 Prozent auf 460 Mio. Euro zu. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird man mit 30,1 Mio. Euro über jenem des Vorjahres von 26,6 Mio. Euro liegen.

Die Combined Ratio – Schäden und Kosten in Relation zu den Prämien – sank allerdings von 88,3 auf 87 Prozent.

Kein positiver Ausblick

Wenig positiv klang bei der Präsentation der Jahresbilanz der Ausblick. Der mit Jahresende scheidende Generaldirektor Josef Stockinger und sein designierter Nachfolger Othmar Nagl prognostizierten schwerere Jahre. Für die man aber gerüstet sei, wie man betonte.

„Das gute Ergebnis heuer hilft uns, die zu erwartende schwierige Situation 2021/22 abzufedern. Prämienausfälle nach Insolvenzen und ein Sinken umsatzbezogener Prämien werden in den nächsten beiden Jahren Faktum sein. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbereichen treten in der Versicherungswirtschaft die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie erst in den Folgejahren ein“, so Stockinger.

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Man habe in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Stärke, Eigenkapital und Reserven, geht er ohne schlechtes Gewissen.

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