Schärfere Corona-Regeln für OÖ fixiert

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Die weiterhin extrem hohen Corona-Zahlen bringen in Oberösterreich einen Lockdown für Ungeimpfte.

„Die Situation ist dramatisch, daher lösen wir die fünfte Stufe des Stufenplans des Bundes aus und planen ab Montag einen Lockdown für Ungeimpfte, sofern es rechtlich ein grünes Licht vom Bund gibt bzw. der Bund die Rechtsgrundlage schafft“, erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Damit bestätigte er einen Online-Bericht in der „Kronen Zeitung“.

461 Patienten auf der Normalstation und 89 auf der Intensivstation, dazu eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1193, so die von Stelzer in Zahlen ausgedrückte „dramatische Situation“ in seinem Bundesland, die ihn zu der Maßnahme eines regionalen Lockdowns veranlassten. Seit Donnerstagvormittag ist der Landeshauptmann in Gesprächen mit Experten.

Er und sein Amtskollege aus Salzburg, LH Wilfried Haslauer (ÖVP), hatten in einer Videokonferenz Mittwochabendabend mit Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) Expertengespräche für Donnerstag vereinbart.

Der Minister hatte einen regionalen Lockdown vorgeschlagen, beide Landeshauptleute standen dem Wunsch eher skeptisch gegenüber. Am Freitag wird es erneut eine Videokonferenz mit Mückstein geben.

Die Entscheidung für den regionalen Lockdown war von Medizinern schon vorab empfohlen worden. Der Lungenspezialist an der Kepler Uniklinik, Bernd Lamprecht, meinte kurz vor Beginn des Experten-Treffens: „Wir haben nicht mehr wahnsinnig viel Zeit“, denn „ein Normalbetrieb in den Spitälern ist nicht mehr möglich“. Aus medizinischer Sicht hielt er eine „Kontaktreduktion für sinnvoll“.

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Oö. Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser plädierte für einen „Teil-Lockdown für Ungeimpfte“ und forderte von der Politik „rasches Handeln“. „Aus den Krankenhäusern ist der laute Hilferuf des Personals zu hören, dass den Intensivstationen bei gleichbleibender Entwicklung der Kollaps drohe. Daher sind weitere Maßnahmen unumgänglich“, machte er Druck.

Oberösterreichs Grüne, SPÖ und NEOS, die Donnerstagnachmittag eine gemeinsame Erklärung zur aktuellen Krisenlage abgaben haben, übten Kritik an der Landesregierung und erklärte, man habe zu wenig entschlossen agiert.

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