Löste Zigarette Brand aus?

Massiver Einsatz von Löschhubschraubern in Hallstatt

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LINZ — Eine achtlos weggeworfene Zigarette könnte den verheerenden Waldbrand in Hallstatt verursacht haben. Davon gehen Experten der Brandverhütungsstelle (BVS) OÖ nach ersten Erhebungen aus. „Alle anderen möglichen Ursachen können hier ausgeschlossen werden“, so Karl Wagner von der BVS zum VOLKSBLATT.

Weniger Glutnester

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Unterdessen hat sich am Donnerstag die Situation laut dem Gmundner Bezirksfeuerwehr-Kommandanten Stefan Schiendorfer beruhigt. Bei Tagesanbruch wurden bis zu 15 Glutnester und kleine Feuer gezählt, nach mehr als 40 am Mittwoch. Einige Häuser am Fuß der Wand blieben evakuiert, weil auch in der Nacht zu hören war, dass Felsbrocken und Bäume vom Berg herunterpolterten. Die neun Bewohner kamen bei Verwandten und Freunden unter. Während eine Straße und der Klettersteig in der Echernwand zur Sicherheit gesperrt blieben, sollen die Standseilbahn auf den Salzberg sowie das Schaubergwerk heute wieder in Betrieb gehen.

Unterdessen ging der Einsatz mit rund 100 Helfern weiter. „Unser Ziel ist, einen Regen über der Brandstelle zu erzeugen, sie damit zu benetzen und zu kühlen“, so Schiendorfer. Danach soll der prognostizierte Regen den Rest erledigen. Vier Heeres-Hubschrauber – darunter auch ein Black Hawk, der 3000 Liter Wasser auf einmal transportieren kann – flogen fast ohne Pause. Sie schöpften Wasser im Hallstättersee und warfen es über der Felswand ab.