Lokale bleiben nach Pleite zu

Betreiber des Arkadenhofs und weiterer Lokale mit Schulden von rund 4 Mio. Euro

Bereits geschlossen: Der Arkadenhof in der Arkade am Linzer Taubenmarkt. Insgesamt sechs Lokalitäten sind von der Insolvenz betroffen.
Bereits geschlossen: Der Arkadenhof in der Arkade am Linzer Taubenmarkt. Insgesamt sechs Lokalitäten sind von der Insolvenz betroffen. © Steiner

Die Befürchtungen nach ersten Meldungen vom Montag haben sich gestern bestätigt: Die Arkadenhof GmbH, die das gleichnamige Restaurant in der Arkade am Linzer Taubenmarkt, den Heurigen „Schiefen Apfelbaum“, das Gasthaus „Auerhahn“ in Urfahr und das Lokal „Herzstück“ im Haidcenter betrieben hat, ist pleite. Gestern wurde das Konkursverfahren eröffnet, die Passiva sollen bis zu drei Millionen Euro betragen, berichtet der KSV1870. Ebenfalls betroffen von der Insolvenz ist die verbundene Mehr-Weg Gastronomie GmbH mit Standorten in Vösendorf („Junge Römer“) und Graz („Henry Sanchez“), hier werden die Schulden vorerst mit rund einer Million Euro beziffert.

Über mögliche Aktiva konnte gestern noch nichts gesagt werden. Eine Sanierung dürfte aber aufgrund der hohen Kosten nach aktuellem Stand nicht darstellbar sein, so Schuldnervertreter Thomas Bodingbauer im VOLKSBLATT-Gespräch. Insgesamt sind mehr als 80 Mitarbeiter betroffen, die Lokale sind bereits alle geschlossen. Heute um 14:30 Uhr findet im Arkadenhof eine weitere Betriebsversammlung statt, nachdem den Mitarbeitern bereits am Montag die Freistellung bekannt gegeben worden war.

Woanders geht es weiter

Weiter gehen dürfte es hingegen für das „El Mariachi“ in der Linzer Altstadt und das „Siega Rosso“ im Infra Center. Über den Betreiber, die Meixner-Rieger KG, war bereits am 8. Februar das Konkursverfahren eröffnet worden. Hier sei allerdings ein Verkauf und die Weiterführung geplant, bestätigte Masseverwalterin Christina Rupprecht, dass es bereits Interessenten gäbe. Bei der Meixner-Rieger KG ist Christian Meixner, der gemeinsam mit Rene Weber auch Geschäftsführer der Arkadenhof GmbH ist, als Kommanditist eingetragen. Beide Verfahren laufen allerdings völlig unabhängig voneinander, Meixner ist hier auch nur mit einer Einlage von 75 Euro beteiligt.

Geöffnet ist mittlerweile auch wieder das „Cheers“ in der Hauptstraße in Linz-Urfahr, nachdem hier der Betreiber im Februar Insolvenz angemeldet hatte.