Lorenzo vermasselte Marquez die Premiere

MotoGP: Dritter Sieg, Spielberg bleibt Ducati-Land — Überflieger und WM-Leader muss weiter auf ersten Sieg in Österreich warten

Während sich Spielberg-Triumphator Jorge Lorenzo in Ekstase jubelte, waren Marc Marquez (l.) und Andre Dovizioso nicht ganz so happy.
Während sich Spielberg-Triumphator Jorge Lorenzo in Ekstase jubelte, waren Marc Marquez (l.) und Andre Dovizioso nicht ganz so happy. © Manfred Binder

Roland Korntner berichtet aus Spielberg

„Einer meiner besten Siege in der MotoGP“, strahlte Jorge Lorenzo. Zu Recht. Der Spanier lieferte sich beim Grand Prix von Österreich vor allem in der zweiten Rennhälfte ein sehenswertes Duell mit WM-Leader Marc Marquez, den er letztlich auch in die Schranken wies. Dabei hatte der spanische Überflieger und sechsfache Weltmeister „alles probiert“, wie er selbst sagte, um im dritten Anlauf den ersten Sieg in der Steiermark zu feiern. „Ich habe meine Strategie geändert und von Anfang an voll gepusht“, so Marquez. Doch Spielberg blieb nach den Siegen von Andrea Iannone (2016) und Andrea Dovizioso (2017) auch heuer Ducati-Land. Immerhin gelang es Marquez so, Dovizioso (3.) abzuschütteln. „Ich konnte nicht mithalten, die Reifenwahl war nicht die beste“, zeigte sich der Italiener enttäuscht.

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„Ist sehr speziell“

Lorenzo blieb aber dran. „In den ersten zehn Runden musste ich sehr auf den Reifen aufpassen“, schilderte der Spanier seinen Balanceakt auf dem Weg zum insgesamt schon 68. WM-Laufsieg. Dann pirschte er sich aber Stück für Stück an Marquez heran und ging in Runde 19 am WM-Leader vorbei. Der versuchte zwar mehrmals zu kontern, doch Lorenzo hatte stets eine Antwort parat. „Marc zu schlagen ist immer sehr speziell“, jubelte der 31-Jährige, der 2019 ja ins Honda-Team von Marquez wechselt. Eine Konstellation, die Spannung verspricht.

WM-Führung ausgebaut

Im Gegensatz zur diesjährigen WM, denn Marquez (201 Punkte) baute mit Rang zwei die Führung auf Valentino Rossi (142) auf nunmehr 59 Zähler aus. Der Altstar konnte auf der (elektronisch) unterlegenen Yamaha mit Rang sechs (nach Platz 14 im Qualifying) nur Schadensbegrenzung betreiben. Die Ducati-Asse Lorenzo (130) und Dovizioso (129) sitzen ihm längst im Nacken.