L’Orfeo Barockorchester feiert

Donaufestwochen: Konzert zum 25. Geburtstag in Waldhausen

Gruppenbild mit Torte: L'Orfeo Barockorchester zelebriert seit 25 Jahren Alte Musik
Gruppenbild mit Torte: L'Orfeo Barockorchester zelebriert seit 25 Jahren Alte Musik © privat

25 Jahre L´Orfeo Barockorchester – gefeiert wurde dieses Ereignis mit einer Sonntagsmatinee in der frühbarocken Stiftskirche von Waldhausen, deren Innenraum von überwältigender Wirkung ist und als eine herrliche Ergänzung zur ausgewählten Musik von Johann Sebastian Bach passte.

Das international erfolgreiche oö. Spitzenorchester wurde vor allem von der Geigerin und Dirigentin Michi Gaigg Jahrzehnte lang geschult und geformt, am Sonntag war der große Ansturm zum Kircheneingang, mit den notwendigen Eingangskontrollen, kaum zu bewältigen.

Mit Verspätung wurde das Fest eröffnet, dafür wetterbedingt ohne Pause durchgezogen. Bachs Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066 wurde zu Beginn in der siebenteiligen Ausformung, zu einer für dieses L’Orfeo Orchester so typisch eroberten und wirksam gewordenen Klangintensivität, in den Raum gestellt.

Die Wechselspiele dieses Suiten-Werkes wurden zu einer musikalisch gut geführten, immer wieder überraschend lockeren Beweglichkeit in den Raum gestellt und bewirkten mit den sensiblen Streichern und den virtuos agierenden Holz- und Blechbläsern stets eine besondere Auffrischung.

Eine Mutmacherin als Anführerin

Michi Gaigg führt, wie auch beim Festkonzert, in stehender Runde, ganz selbstverständlich vom ersten Pult aus, als Mutmacherin ihr Ensemble an. Ihre lange internationale Erfolgsgeschichte hat menschliche Züge, die sich immer wieder in der Arbeit am Forschen und in der guten Zusammenarbeit mit den Musikern zeigt, was unzählige CDs und TV-Übertragungen sowie große Auszeichnungen belegen. In der laufenden Konzertfestfolge stand Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050 am weiteren Plan und wurde stets mit Orchestermusikern des Ensembles, also auch mit sehr guten Solisten, angeführt.

Für die nicht stattgefundene Pause kam im 2. Teil das selten zu hörende Konzert A-Dur für Oboe d’amore, Streicher und Basso continuo aufs Programm. Als Solistin kam Carin van Heerden als Oboistin an die Rampe und spielte ihre Oboe d’amore in virtuoser Bravour. Sie ist auch seit Beginn vor 25 Jahren dabei, Mitbegründerin des Orchesters und spielt und lehrt Blockflöte und Oboe an der Linzer Bruckner Universität.

Sie ist auch in der letzten Solistenrunde, beim abschließenden Brandenburgischen Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047 für Trompete, Blockflöte, Oboe, Violine, Streicher und Basso Continuo, dabei. Das sehr gelungene Festkonzert wurde von den Besuchern im vollbesetzten Kirchenraum freudig aufgenommen und mit langem Applaus und schlussendlich mit Standing Ovations gewürdigt.

Infos und Karten: donau-festwochen.at und Tel.: 07268/26857

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