Lungenkrebs – 1.000 Tote weniger pro Jahr in Österreich möglich

Regelmäßige Untersuchung könnte Sterblichkeit um ein Viertel senken

Rund 5.000 Menschen erkranken in Österreich jedes Jahr an einem Lungenkarzinom. Etwa 4.000 Menschen sterben daran. Ein Viertel der Todesfälle wäre durch Früherkennungsuntersuchungen verhinderbar.

„Wir brauchen keinen Beweis mehr dafür, dass ein Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm wirkt. Es wirkt“, verwies der Wiener Spezialist, Otto Burghuber, auf Erfahrungen aus anderen Ländern.

Der Hintergrund: Weil Lungenkrebs zumeist erst im Spätstadium diagnostiziert wird, sind die Überlebenschancen anhaltend schlecht. In Österreich leben ein Jahr nach der Diagnose laut Statistik Austria nur noch 53 Prozent aller Lungenkarzinom-Erkrankten, nach fünf Jahre nur noch 21 Prozent.

In den USA konnte die Todesrate durch sogenannte Low-Dose-Computertomografie-Untersuchungen mit entsprechender Früherkennung um 20 Prozent gesenkt wird.

Wie wichtig die Etablierung eines Lungenkrebs-Früherkennungsprogramms zur Senkung der Todeszahlen durch diesen „Killer“ wäre, geht aus den Zahlen klar hervor. 1.983 wurden laut Statistik Austria 3.563 Neudiagnosen auf ein Lungenkarzinom gestellt (3.167 Todesfälle). 2018 gab es bereits 4.985 Neuerkrankungen bei 4.053 an einem Lungenkarzinom Verstorbenen.

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