Erdgas: Südliche EU-Staaten fordern Kurswechsel von Ankara

Sieben südliche EU-Staaten fordern im Streit um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer einen raschen Kurswechsel der Türkei. Man sei mit Griechenland und Zypern solidarisch, sagte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend am Rande von Gipfelberatungen auf Korsika. Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis forderte Ankara auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Im östlichen Mittelmeerraum hat sich die Lage zuletzt gefährlich angespannt. Die Türkei sucht nach Erdgasvorkommen. Griechenland und Zypern sind der Ansicht, dass die Bohrungen in ihren Seegebieten erfolgen und damit illegal sind. Ankara weist dies zurück.

Die EU hatte Ankara wegen der Erdgaserkundungen bereits ein Ultimatum gesetzt und mit zusätzlichen Sanktionen gedroht. Wenn es in den nächsten Wochen keine Fortschritte beim Dialog gebe, könne beim EU-Sondergipfel am 24. September eine Liste weiterer Strafmaßnahmen diskutiert werden, hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell Ende August angekündigt. Diese würden auch Wirtschaftssanktionen umfassen.

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