Trickreiches Geschirr

Körperliche Einschränkungen durch eine Erkrankung wie einen Schlaganfall oder Multiple Sklerose können beim Essen ebenso Schwierigkeiten bereiten, wie eine altersbedingte Degeneration wie Parkinson oder Demenz. Mit seiner 2Care-Linie hat die deutsche Firma Ornamin Teller, Trinkbecher und Besteck auf die jeweiligen Bedürfnisse der Nutzer ausgelegt und gibt ihnen damit ein Stück Selbstständigkeit zurück.

Zittrige Hände, eingeschränkte Beweglichkeit im Nacken oder das Fehlen einer funktionsfähigen zweiten Hand behindern Menschen mit Beeinträchtigung beim Essen und Trinken enorm. Wenn sie dabei offensichtlich Hilfe von anderen benötigen, kann es sein, dass sich die Betroffenen ausgegrenzt fühlen oder gar das Essen verweigern.

Rot regt den Appetit an

Das farbenfrohe Geschirr von Ornamin gleicht krankheitsbedingte Beeinträchtigungen aus, die Hilfen sind dabei geschickt im Design versteckt. Das erhöht deutlich die Akzeptanz der Betroffenen und steigert ihr Selbstwertgefühl.

So hat zum Beispiel der Trinkbecher nicht nur einen ergonomischen Henkel, der konisch geformte Innenbecher ermöglicht ein leichteres Austrinken, zudem hat der Becher eine Warmhaltefunktion.

Das Teller wartet mit einem schrägen Innenboden auf und hat einen unauffälligen Überhang, so dass etwa die Suppe leichter herausgelöffelt werden kann, ein Antirutsch-Ring sorgt für einen festen Stand am Tellerboden. Die Erfahrung zeigt, dass der Tellerrand in Rot vor allem von Demenzkranken sehr gut angenommen wird, weil die Farbe appetitanregend wirkt. Die Betroffenen können sie auch nach längerem Krankheitsverlauf noch gut erkennen, weil Kontraste deutlich zu sehen sind.

„Meiner Oma, die an Demenz leidet, fiel das selbstständige Essen lange schwer. Dann haben wir den Teller mit dem Kipp-Trick entdeckt und jetzt kann sie ihre heißgeliebten Eintöpfe und Suppen wieder selbst essen“, schildert Enkelin Daniela Bugla. „Durch die Geschirrserie mit Trick sind unsere Tagesgäste nicht nur in der Lage selbstständig zu essen. Seit wir die roten Becher nutzen, greifen die Gäste auch viel öfter zum Getränk. Ein großer Vorteil, weil im Alter das Verlangen zu trinken häufig abnimmt“, erzählt Annegret Hohlfeld, Leiterin der „Tagespflege am Rathaus“.

Biegsames Besteck

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Auch das Besteck spielt alle Stückeln. Etwa erlaubt ein runder Löffel, dass man ihn von allen Seiten nutzen kann. Das runde Griff- kissen beim Messer schmiegt sich an die Handfläche an. Demnächst kommt sogar ein biegsames Besteck auf dem Markt, das man sich je nach den eigenen Bedürfnissen zurechtbiegen oder sogar um die Hand wickeln kann. Und es lässt sich jederzeit wieder in die Ausgangsposition bringen.

Die Spezial-Ess- und Trinkhilfen wurden gemeinsam mit pflegebedürftigen Menschen, Ergotherapeuten und professionelle Pflegekräfte entwickelt und sind auf die speziellen Bedürfnisse von Patienten, Pflegenden in Senioreneinrichtungen, Altenheimen, Pflegeheimen und Krankenhauspersonal abgestimmt. Infos unter www.ornamin-austria.at

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