Alina Ibragimova: Telemann Fantasias

Telemanns „12 Fantasien“ für Solovioline ohne Bass sind unterschiedlichen Charakters und reizen die Geiger gerade dadurch zur Darstellung. Die eine Hälfte der Stücke sind Fugen im strengen Kompositionsstil, die andere Galanterien in neuer galanter Ästhetik.

Diese grundlegenden Attribute der Abwechslung und unmittelbaren Anziehungskraft zeichnen den gesamten Zyklus aus, wobei die Fantasien meist aus drei oder vier kurzen Sätzen bestehen.

Man kann sie auch einzeln aufführen, zyklisch hinterlässt jedoch das Gesamtwerk einen weit stärkeren Eindruck von Telemanns kompositorischer Überlegenheit und seinem genialen Erfindungsgeist. Alina Ibragimova führt dies vor auf ihrer Amati-Geige, auf der sie alle Nuancen, Klangfarben und ihre Flexibilität als ihr ureigenes Geheimnis präsentiert.

Ihr ausgeprägter Sinn für diverse Epochen der Violinliteratur lässt sie bisweilen neben der historischen Geige auch zu einem modernen Instrument greifen und weltweit als Solistin in Erscheinung treten.

Die Kammermusik in historischer Aufführungspraxis zählt ebenfalls zu ihrem Metier, wobei Cédric Tiberghien und Kristian Bezuidenhout ihre Partner sind. Kenner und Liebhaber Alter Musik im Originalklang werden diese CD besonders ins Herz schließen. Das Spiel auf Darmsaiten mit Barockbogen vermittelt immer wieder ein Hörerlebnis von edler Art.

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