Dacia Duster TCe 150 – Beständigkeit in Reinkultur

Der bodenständige Dacia Duster hat sich still und heimlich zu einem wahren Bestseller gemausert. Das kantige SUV wartet dabei nicht mit Blingbling und Gadgets, sondern mit den ureigensten automobilen Tugenden auf – zu einem nach wie vor günstigen Preis.

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2010 kam der Dacia Duster auf den Markt: robust und dennoch stilvoll, erfüllte er laut der rumänischen Autoschmiede die gesellschaftlichen Trends und entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Modelle.

Vom Marktstart weg war der Duster ein kommerzieller Erfolg, mit bis heute zwei Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit. Zudem gewann das SUV seit seiner Markteinführung mehr als 40 Wettbewerbe und trägt beispielsweise die Auszeichnungen „Rumänisches Auto des Jahres“ oder „Bestes Familienauto“ in Deutschland.

Typenschein

Dacia Duster TCe 150 4WD Extreme

Preis: ab € 24.590,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 25.376,90 inklusive Reserverad € 141,90 und Métallisée-Lackierung Sahara-Orange € 645,-; einen Dacia Duster (TCe 90 Essential) gibt es ab € 17.590,- NoVA/Steuer: 10 %/ € 794,88 jährlich Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 2 Jahre Lackgarantie, 6 Jahre gegen Durchrostung Service: laut Serviceheft bzw. Bordcomputer

Technische Daten: Motor: R4, 16V, Turbolader, Partikelfilter, 1332 cm³, 110 kW/150 PS bei 5250 U/min, max. Drehmoment 250 Nm bei 1700-3250 U/min Getriebe: Sechsgangautomatik Antrieb: Allradantrieb Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 9,7 s Leistungsgewicht: 9,07 kg/PS WLTP-Verbrauch: 6,8 Liter VOLKSBLATT-Testverbrauch: 7,3 Liter CO2-Ausstoß: 154 g/km Euro 6d

Eckdaten: L/B/H: 4341/1804/1682 mm Radstand: 2676 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1361/1845 kg Kofferraum: 478-1623 Liter Anhängelast gebr./ungebr.: 1200/665 kg Tank: 50 Liter (Benzin) Reifen: 4 x 215/60 R17 100H auf 17“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/LDW Airbags: 6

Geländedaten: Bodenfreiheit: 214 mm Böschungswinkel vorne/hinten: 29°/29° Rampenwinkel: 22°

Die Entstehungsgeschichte von H79 – so die interne Modellbezeichnung der ersten Generation – ist spannend: Das damalige Produktteam stand vor einer großen Herausforderung, denn sie entwickelten ein Fahrzeug, das es so noch nicht auf dem Markt gab. Es sollte für die Menschen rund um den Globus geeignet sein, das einen bei eisiger Kälte oder brütender Hitze nicht im Stich lässt. Ein robustes, zuverlässiges und vielseitiges Fahrzeug, das zudem für einen unschlagbaren Preis erhältlich war.

An diesen Anforderungsmerkmalen hat sich nun, zwölf Jahre nach dem ersten Duster, nichts geändert. Der Duster entwickelte sich auch hierzulande zum Bestseller, wobei Markentreue, Robustheit und natürlich der Preis für die Kunden die drei wesentlichsten Argumente sind.

Somit strahlt der jüngst dezent aufgefrischte Duster weiterhin kraftvolle Verlässlichkeit aus, was sich unter anderem anhand der kraftvollen Radkästen, dem soliden Unterbodenschutz, den Plastikbeplankungen und den bulligen LED-Scheinwerfern zeigt.
Das ergonomische Cockpit des Teilzeit-Offroaders ist rustikal und einfach gehalten. Die Materialien entsprechen der Preisklasse, die Verarbeitung ebenfalls.

Das Infotainmentsystem auf dem Touchscreen hält passable Responsezeiten bereit und ist vom Aufbau her logisch konzipiert. Drehregler und Knöpfe gibt es indessen kaum. Lediglich die Klimaanlage wird via Knöpfe und Drehregler gesteuert. Die Ausstattung hätte vor zehn Jahren dem High-End der automobilen Entwicklung entsprochen. Heutzutage ist sie aus der Zeit gefallen, aber diese Abstriche muss man bei einem Kampfpreis von knapp 25.400 Euro für die Ausstattungslinie Extreme in Kauf nehmen. Immerhin ist die Serienmitgift üppig.

Sie umfasst nämlich unter anderem eine Rückfahrkamera, einen Toter-Winkel-Warner, beheizbare Vordersitze (auch wenn der Schalter für die Sitzheizung nicht beleuchtet ist), abgedunkelte Seitenscheiben in der zweiten Reihe, Tempomat, Touchscreen, USB-Anschlüsse, Klimaautomatik und Regensensor.

Angetrieben wird der Duster von einem 150 PS starken Vierzylinder. Der aufgeladene Benziner bringt mit sattem Klang (aber niemals unaufdringlich laut) das SUV hurtig auf Touren. Die manuelle Sechsgangschaltung lässt sich dabei flink und exakt bedienen. Schwachpunkte sind allerdings die diffuse Lenkung und die zögerlichen Bremsen.

Ein Kurvenräuber ist der Duster darüber hinaus nicht. Viel eher fühlt er sich dank Allradantrieb im Gelände wohl. Dort hat er seine Stärken – aber auch in der Stadt, denn der 4,34 Meter lange Duster zeigt sich durchaus wendig.

Der Verbrauch ist mit 7,3 Litern akzeptabel, aber auch keine Offenbarung in Zeiten von Zwei-Euro-Benzinpreisen. Nichtsdestoweniger punktet der Duster mit Beständigkeit und größtenteils unaufgeregtem Fahrverhalten.

Fazit

Der Duster hat seit Jahren treue Kunden – und es werden immer mehr. Das ist auch verständlich, denn für den Kampfpreis ist er ein extrem gutes und gut ausgestattetes SUV. Dringenden Aufholbedarf gibt es indessen bei den Sicherheitsfeatures, Assistenzsystemen und der Verarbeitung.

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