Intensiv und intuitiv

Hierzulande wird Mitsubishi oftmals unter seinem Wert geschlagen; dabei hat die japanische Autoschmiede eine kleine, aber feine Modellpalette. Einer der markantesten Vertreter ist dabei der Eclipse Cross, der im markanten, aber doch eleganten Design zum Einsteigen und Losfahren einlädt.

Der Mitsubishi Outlander war eines der ersten und auch erfolgreichsten Plug-in-SUV: große Familienkutsche, hybrider Sparkünstler, Allrad – und das alles auch noch zu einem fairen Preis. In dieselbe Kerbe schlägt auch der Eclipse Cross, quasi der kleinere Bruder, den die Japaner seit 2018 im Programm haben. Der 4,545 Meter lange Fünftürer ist dabei deutlich kantiger und sportlicher designt und hat ab der B-Säule fast schon eine coupéhafte Linienführung.

Der Eclipse Cross weiß auf seinen 18er-Alus zu gefallen: Er ist wuchtig, aber nicht grobschlächtig und er bietet mehr als genug Platz für seine fünf Passagiere. Das Cockpit ist klar und nüchtern gestaltet – die Menüführung ist intuitiv möglich und bewusst einfach gehalten. Positiv sind darüber hinaus die saubere Verarbeitung und die insgesamt schicke Materialauswahl im Innenraum des Wagens. Die erhöhte Mittelkonsole und die hohe Fensterlinie schaffen ein behagliches SUV-Gefühl und das Platzangebot geht prinzipiell in Ordnung.

Typenschein

Mitsubishi Eclipse Cross Intense+

Preis: ab € 41.990,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 41.990,-; einen Mitsubishi Eclipse Cross (Intense) gibt es ab € 38.790,- NoVA/Steuer: 0 %/ € 120,96 jährlich Garantie: 5 Jahre bis max. 100.000 km, die ersten zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung Service: alle 20.000 km oder jedes Jahr

Technische Daten: Benzinmotor: R4, 16V, Partikelfilter, 2360 cm³, 72 kW/98 PS bei 4000 U/min, max. Drehmoment 193 Nm bei 2500 U/min Elektromotor: vorne 60 kW/82 PS, hinten 70 kW/95 PS, max. Drehmoment vorne 137 Nm, hinten 195 Nm Systemleistung: 138 kW/188 PS Getriebe: Eingangautomatik Antrieb: Allradantrieb Höchstgeschwindigkeit: 162 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 11 s Leistungsgewicht: 10,26 kg/PS WLTP-Verbrauch: 2 Liter VOLKSBLATT-Testverbrauch: 6,1 Liter CO2-Ausstoß: 46 g/km Euro 6d

Eckdaten: L/B/H: 4545/1805/1680 mm Radstand: 2670 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1929/2425 kg Kofferraum: 471-1108 Liter Anhängelast gebr./ungebr.: 1500/750 kg Tank: 43 Liter (Benzin) Reifen: 4 x 225/55 R18 98H auf 18“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/TPMS Airbags: 7

Geländedaten: Bodenfreiheit: 184 mm

Dank direktem Antrieb kann man dem Eclipse Cross durchaus eine gewisse Dynamik bescheinigen. Selbst in der Eco-Stellung des Fahrprogramms, setzt sich der Plug-in flott in Bewegung und jegliche Veränderung der Gaspedalstellung wird spontan umgesetzt.
Der Vierzylinder leistet 98 PS, die Systemleistung beträgt 188 PS und bei 162 km/h wird elektronisch abgeregelt. Für ordentlichen Schub aus dem Stand bis 100 km/h ist zwar gesorgt, aber bei höherem Tempo wirkt der Hybrid oft angestrengt und gequält. Für lange, rasche Autobahntrips ist er also keine ideale Wahl, doch ansonsten begeistert das gekonnte, unauffällige Zusammenspiel von Verbrenner und E-Maschinen.

Generell muss man feststellen: Bei den Crossover-SUV findet sich nicht bei allen Marken ein Allradantrieb. Für Mitsubishi gehört indessen das Allradsystem „Super All Wheel Control“ zum guten Ton. Das Antriebskonzept mit den beiden Elektromotoren sorgt für einen effizienten Allradantrieb. Mit dem Eclipse Cross kann man daher mehr als nur über nasse Wiesen fahren. Der Wagen ist offroadfähig und in der Lage 1,5 Tonnen gebremst zu ziehen. Die rein elektrische Reichweite gibt Mitsubishi mit 45 Kilometern an. Ein realistischer Wert, wobei die 13,8 Kilowattstunden große Lithium-Ionen-Batterie an der Haushaltssteckdose nach ungefähr vier Stunden voll aufgeladen ist. Der Akku schmälert allerdings das Kofferraumvolumen erheblich, das mit 471 Litern allerdings noch immer ausreichend groß ist.

Was darüber hinaus für den Mitsubishi spricht: Die Serienmitgift ist umfangreich. Diese umfasst beispielsweise bei der Intense+-Ausstattungslinie unter anderem LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, zwei USB-Ports, Rückfahrkamera und elektrische Fensterheber. Auch an Assistenzsystemen mangelt es dem kantigen Eclipse Cross nicht: Verkehrszeichenerkennung, Licht- und Regensensor, Fernlichtassistent, Spurhalteassistent, Frontkollisionswarner, Fehlbeschleunigungsschutz, Toter-Winkel-Warner und Parksensoren sind mit an Bord.

Fazit: Der Mitsubishi Eclipse Cross ist ein gutes Auto mit keinen Ausreißern nach oben oder nach unten. Dadurch hat er es schwer, zu polarisieren und womöglich zu gefallen. Letztendlich wird er in Bezug auf die Verkaufszahlen aber aktuell unter seinem Wert geschlagen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich gut, sodass durchaus mehr drinnen wäre.

Text & Fotos: Oliver Koch

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