Kia ProCeed GT – „Fahr nur fort“

To proceed heißt übersetzt fortfahren. Also hat Kia beim ProCeed einen guten Namen gewählt, denn der Kompakte im eleganten Shooting-Brake-Design eignet sich perfekt zum Fortfahren.

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Gar recht viele Shooting Brakes gibt es ja nicht – einer davon ist der ProCeed von Kia, der mit seinem Buckel einen auf Sportlichkeit macht, ohne auf die Alltagstauglichkeit zu vergessen.

Denn der Kompakte mit dem Zusatz GT – dazu später mehr – weist auf 4,60 Metern Länge 594 bis maximal 1545 Liter Kofferraumvolumen und jede Menge Kopf-, Bein- und Seitenfreiheit für seine fünf Insassen auf. Dass der Koreaner ein sportlicher Vertreter ist, zeigt nicht nur die Silhouette, sondern auch die markanten 18er-Alus und die durchgängige LED-Beleuchtung am Heck.

Typenschein

Kia ProCeed GT

Preis: ab € 44.640,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 45.190,- inklusive Metalliclackierung € 550,-; einen Kia ProCeed (GT-Line) gibt es ab € 34.640,- NoVA/Steuer: 9 %/ € 1140,48 jährlich Garantie: 7 Jahre bis max. 150.000 km, 5 Jahre bis max. 150.000 km Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung Service: alle 30.000 km oder alle zwei Jahre

Technische Daten: Motor: R4, 16V, Turbolader, Partikelfilter, 1591 cm³, 150 kW/204 PS bei 6000 U/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500-4500 U/min Getriebe: Siebengangautomatik Antrieb: Frontantrieb Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 7,5 s Leistungsgewicht: 7,18 kg/PS WLTP-Verbrauch: 6,8 Liter VOLKSBLATT-Testverbrauch: 7,3 Liter CO2-Ausstoß: 154 g/km Euro 6d

Eckdaten: L/B/H: 4605/1800/1437 mm Radstand: 2650 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1465/1900 kg Kofferraum: 594-1545 Liter Anhängelast gebr./ungebr. 1410/600 kg Tank: 50 Liter (Benzin) Reifen: 4 x 225/40 R18 92Y auf 18“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/ RSR/LKA/ACC/RCTA/TPMS Airbags: 7

Das GT-Modell hat zudem durch weitere exklusive Designelemente an dynamischer Ausstrahlung gewonnen. Der im Doppelspritzgussverfahren gefertigte neue Kühlergrill kombiniert eine glanzschwarze Oberfläche mit einer roten Hintergrundstruktur, und die neuen „Flügel“-Zierleisten sind hier dunkel verchromt.

An beiden Seiten des unteren Lufteinlasses setzen markant geformte rote Zierleisten einen wirkungsvollen Kontrast zum schwarz glänzenden Gitter. Auch am Heck finden sich neue rote Zierleisten. Sie akzentuieren den in den Stoßfänger integrierten Diffusor, der rechts und links von den runden Endrohren des zweiflutigen Endschalldämpfers mit Klappensteuerung flankiert wird.

GT, das bedeutet 1,6-Liter-Vierzylinder – natürlich aufgeladen – dazu noch 204 PS, Frontantrieb, Siebengangautomatik und maximal 265 Newtonmeter. Auf dem Papier klingt das für 1,46 Tonnen Leergewicht sehr passabel, in der Praxis fehlt der letzte Hauch von Sportlichkeit. Zwar ist der Sound kernig und stimmungshebend, aber die wahre Kraftentfaltung gibt der ProCeed auch im Sportmodus nicht an die Vorderräder weiter.

Letztendlich fährt der Kia fehlerfrei: Die Siebengangautomatik ist flink und zielsicher, die Lenkung agiert präzise und direkt und das Fahrwerk ist sportlich-straff, aber nicht rückgratbeleidigend. Generell scheint der Wagen darum bemüht zu sein, spritsparend zu agieren, was ihm aber nur bedingt gelingt.

So gönnt sich der Shooting Brake mehr als sieben Liter je hundert Kilometer, was beim 50-Liter-Tank einen Aktionsradius von mehr als 700 Kilometern ergibt – also mehr als genug, um weit und lang fortzufahren, was aufgrund der ergonomischen, eng umschlingenden Sportledersitze wahrlich ein Vergnügen ist.

Wie es sich zudem für einen Kia gehört, ist die Assistenzarmada umfassend, wenn auch teilweise sehr nervös eingestellt. Serienmäßig sind Toter-Winkel-Warner und Verkehrszeichenerkennung genauso an Bord wie adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Querverkehrswarner und Notbremsassistent.

Womit man beim ProCeed GT scheinbar endlos fortfahren kann, ist die Serienausstattung. Diese umfasst unter anderem Licht- und Regensensor, Fahrassistenzsysteme sonder Zahl, Zweizone-Klimaautomatik, Sitzheizung (auch im Fond), Lenkradheizung, 10,25-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera (mit nur mäßiger Auflösung speziell bei Dunkelheit), Sprachsteuerung, LED-Scheinwerfer vorne, LED-Rückleuchten, Glasschiebedach und natürlich Alupedallerie, USB-Ports und elektrische Heckklappe. Beim ab Werk 44.640 teuren Kia kostet nur die Lackierung extra.

Selbstredend sind Verarbeitung und Materialanmutung auf hohem Niveau. Im poppigen, aber dennoch stilsicheren Cockpit, findet man sich sofort zurecht und die Bedienung des Infotainments – via Sprachbefehl oder Touchscreen – funktioniert tadellos.

Fazit

Formschöner Shooting Brake, der vor allem mit Alltagsnutzen, Praxistauglichkeit und einem famosen Preis-Leistungs-Verhältnis punkten kann. Das letzte Quäntchen Sportlichkeit fehlt ihm allerdings.

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