Vorsicht! Wildtiere von links!

Der Herbst ist ins Land gezogen und damit herrscht auch wieder erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr – denn nasse Fahrbahnen, Nebel und andere Begleitumstände werden für Autofahrer oft zum Problem.

Dazu ist auch mit vermehrtem Wildwechsel zu rechnen. „Durch die Zeitumstellung Ende Oktober verlagert sich die Hauptverkehrszeit in die Stunden der Dämmerung beziehungsweise Dunkelheit. Genau in diesen Zeiten sind Wildtiere sehr aktiv“, sagt Christopher Böck vom Landesjagdverband.

Besondere Vorsicht sei bei Landstraßen zwischen Feldern und Waldrändern in der Dämmerung geboten. Zum einen seien dies besonders attraktive Wildlebensräume, zum anderen bedeuten Feuchtigkeit und Laub erhöhte Rutschgefahr, was den Bremsweg verlängert.

Ist man mit einem Fahrzeug unterwegs, mit dem man wenig bis gar keine Routine hat, gewinnt umsichtiges Fahren noch einmal an Bedeutung. „Gerade mit einem Van, der ja um einiges länger ist als ein Pkw, fahren die meisten Menschen nicht alle Tage und müssen daher erst einmal ein Fahrgefühl dafür entwickeln“, so Matthias Pajek, Geschäftsführer des digitalen Transporter-Sharing Start-ups 123-Transporter.

Die Gefahr werde immer wieder auf die leichte Schulter genommen und zum Leichtsinn gesellt sich noch ein weiterer gängiger Fehler. „Viele Autolenker scannen vorrangig den rechten Straßenrand – Wildtiere können aber von beiden Seiten queren und meist sind es mehrere Wildtiere, die hintereinander laufen“, so Böck.

Sehr gefährlich sind übrigens Unfälle mit Hirschen oder Wildschweinen aufgrund deren Körpergewicht. „Wird ein Wildschwein von rund 80 Kilogramm mit 50 km/h erfasst, wirken zwei Tonnen auf das Fahrzeug.“

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