MAN-Krise: Runder Tisch bei LH Stelzer

Abstimmung mit LR Achleitner, Betriebsräten und Steyr-Politiker über mögliche Zukunftspläne

Zukunftsdiskussionen (v. l.): Bürgermeister Gerald Hackl (Steyr), LH Stelzer, LR Achleitner, VBgm. Markus Vogl sowie die beiden MAN-Betriebsräte Helmut Emler und Thomas Kutsam
Zukunftsdiskussionen (v. l.): Bürgermeister Gerald Hackl (Steyr), LH Stelzer, LR Achleitner, VBgm. Markus Vogl sowie die beiden MAN-Betriebsräte Helmut Emler und Thomas Kutsam © Land OÖ/Mayrhofer

Nachdem sich die Lage bei MAN in Steyr diese Woche noch einmal verschärft hat, hat Landeshauptmann Thomas Stelzer am Freitag zu einem runden Tisch in das Linzer Landhaus geladen.

Mit LR Markus Achleitner, Belegschaftsvertretern sowie Steyr-Politikern diskutierte er über die möglichen nächsten Schritte.

Wie berichtet, haben die Verantwortlichen in München bereits mit dem Stellenabbau begonnen und Leiharbeiter entlassen. Kommende Woche soll es weitere Gespräche zu einem Sozialplan geben.

„In dieser herausfordernden Lage ist es uns wichtig, dass die Landespolitik mit dem MAN-Betriebsrat und der Standortgemeinde Steyr engstens abgestimmt ist. Denn um doch noch eine Zukunftslösung für den MAN-Standort Steyr zu erreichen, müssen alle in Oberösterreich an einem Strang ziehen. Die MAN-Mitarbeiter und ihre Belegschaftsvertreter haben unsere volle Unterstützung bei den nun startenden Verhandlungen mit der Konzernleitung von MAN“, betonten Stelzer und Achleitner nach dem Gespräch.

Verhandlungen nötig

„Es hat weiterhin oberste Priorität, die Produktion von MAN Steyr und damit auch möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Es geht hier um tausende Schicksale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihrer Familien“, so der Landeshauptmann, der die Verantwortlichen in Deutschland zu Gesprächen aufforderte.

„Wir haben mit den MAN-Betriebsräten und den Vertretern der Standortgemeinde Übereinstimmung darüber erzielt, dass es jetzt vordringliches Anliegen sein muss, alle Beteiligten an den Verhandlungstisch zu bringen. Dort müssen sich alle Betroffenen auch aufeinander zubewegen. Zugleich ist es jetzt an der Zeit, dass auch mögliche weitere Interessenten klare Konzepte auf den Tisch legen“, so Stelzer und Achleitner über die kommenden Aufgaben.

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