Mangelnde Preistransparenz bei Fahrschulen

Wer den Führerschein machen möchte, sollte im Vorhinein die Preise vergleichen – das ist aber nicht immer so leicht, wie die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich kritisiert: Laut ihrer Erhebung schwanken die Preise für den B-Führerschein um 751 Euro. Allerdings würden viele Fahrschulen ein Geheimnis aus ihren Tarifen machen, fordern die Konsumentenschützer mehr Transparenz.

Eine Führerscheinausbildung der Klasse B umfasst einen Theoriekurs mit 32 Lektionen und eine praktische Ausbildung mit 18 Einheiten. Dafür sind insgesamt zwischen 1.199 und 1.950 Euro zu berappen, so die AK. Beim L17-Führerschein liegen die Preise zwischen 1.199 und 1.841 Euro, bei der dualen Ausbildung zwischen 999 und 1.430 Euro.

Eine zusätzliche Fahrstunde kostet zwischen 49 und 100 Euro extra. Bei sieben Fahrschulen waren die Lernunterlagen inkludiert, ansonsten kommen noch 70 Euro dafür dazu. Die Perfektionsfahrten, die Führerscheinneulinge innerhalb des ersten Jahres absolvieren müssen, schlagen sich mit 140 bis 260 Euro zu Buche.

Der Rat der Konsumentenschützer: Man solle sich nicht am Preis alleine orientieren. Sie empfehlen, sich im Bekanntenkreis umzuhören, wo gute oder schlechte Erfahrungen gemacht wurden – sowohl hinsichtlich der Qualität der Ausbildung als auch bezüglich Preistransparenz oder Teilzahlungsmöglichkeiten. Auch sollte man vorher klären, ob man freien Zugang zum Übungsparkplatz hat.

Gar nicht zufrieden ist die AK allerdings mit der Preistransparenz: Nur neun Fahrschulen gaben ihre Preise im Internet bekannt, in manchen Bezirken tut das keine einzige. Sogar die gesetzlich vorgeschriebenen Aushänge vor Ort fehlten bei fünf der überprüften Standorte. Man fordere die zuständigen Bezirkshauptmannschaften auf, für die Herstellung eines rechtskonformen Zustands zu sorgen, so die Konsumentenschützer.

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