Mann schießt in Krankenhaus in Tulsa um sich – Fünf Tote

Eine Woche nach dem Massaker in einer Volksschule in Texas hat ein Mann im US-Bundesstaat Oklahoma das Feuer in einem Krankenhaus eröffnet und vier Menschen getötet, bevor er sich selbst erschoss. Der Mann sei mit einem Gewehr und einer Handfeuerwaffe in ein Gebäude eingedrungen, das zum St.-Francis-Komplex in Tulsa gehört. Laut Polizei wollte er seinen behandelnden Arzt wegen Rückenschmerzen töten.

Neben dem Arzt wurde eine Ärztin, eine Rezeptionistin sowie ein Patient erschossen. Der Notruf bei der Polizei wurde um 16.52 Uhr (Ortszeit/23.52 Uhr MESZ) gemeldet. Vier Minuten später seien Polizisten bei dem Krankenhaus gewesen. Dort seien Schüsse aus dem zweiten Stock des betroffenen Gebäudes zu hören gewesen. Bei dem Täter sei ein Brief gefunden worden, der deutlich gemacht habe, dass er seinen Arzt „und jeden in seinem Weg“ töten wolle.

Er habe den Arzt nach einer Rückoperation am 19. Mai für seine anhaltenden Schmerzen verantwortlich gemacht und habe am Tag der Tat ein Schnellfeuergewehr gekauft und kurz davor eine Handfeuerwaffe. Tulsas Polizeichef Wendell Franklin sprach von „einer sinnlosen Tragödie“.

Stadtrat Jayme Fowler sagte dem Sender CNN: „Soweit ich weiß, hatte der Schütze ein Problem mit einem bestimmten Arzt, und er konnte diesen Arzt nicht finden.“ Das sei Auslöser für das gewalttätige Verhalten gewesen. Das Weiße Haus teilte mit, US-Präsident Joe Biden sei über die Tat informiert worden. Man habe den lokalen Behörden und denen des Bundesstaats Unterstützung angeboten.

Die USA werden derzeit von einer Serie von Taten erschüttert, bei denen Bewaffnete das Feuer eröffnen und mehrere Menschen töten. Erst am Dienstag vergangener Woche hatte ein 18-Jähriger an einer Volksschule in Uvalde im US-Bundesstaat Texas das Feuer eröffnet. Der Amokläufer verschanzte sich in einem Klassenraum und tötete 19 Kinder sowie zwei Lehrerinnen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Wenige Tage zuvor hatte ein Schütze in Buffalo im US-Bundesstaat New York in einem Supermarkt das Feuer eröffnet, zehn Menschen erschossen und drei weitere verletzt. Den Ermittlern zufolge war die Tat rassistisch motiviert – 11 der 13 Opfer waren schwarz. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, gegen den mutmaßlichen Schützen solle an diesem Donnerstag in Buffalo Anklage erhoben werden.

Besonders der Amoklauf von Uvalde hat die Debatte über eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA einmal mehr angefacht. US-Präsident Joe Biden – ein Demokrat – hat sich dafür ausgesprochen. Viele Republikaner sperren sich aber seit Jahren gegen strengere Regularien, wie etwa ein Verbot von Sturmgewehren. Die USA haben seit langem mit einem riesigen Ausmaß an Waffengewalt zu kämpfen. Im Jahr 2020 waren Schusswaffenverletzungen Todesursache Nummer eins für Kinder und Jugendliche in den USA, noch vor Verkehrsunfällen.

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