Mars Austria will Werk in Breitenbrunn schließen

Mars Austria beabsichtigt, die Schokoladenfabrik in Breitenbrunn (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) zu schließen. Die Rollwaffel-Produktion soll bis Ende 2020 schrittweise eingestellt werden. Eine endgültige Entscheidung über eine Schließung werde aber erst nach Abschluss des Konsultationsprozesses mit dem Betriebsrat erfolgen, hieß es am Montag in einer Aussendung. 110 Beschäftigte wären betroffen.

Am Montag sei den Mitarbeitern ein Plan zur Schließung des Werks präsentiert worden, teilte das Unternehmen mit. Grund für die beabsichtigte Schließung sei die international sinkende Nachfrage nach Rollwaffel-Produkten. Das Werk leide unter einer zu geringen Auslastung. Auch durch Produktinnovationen und Bemühungen, die Effizienz und das Volumen der Fabrik zu steigern, habe man diesen negativen Trend nicht stoppen können.

In den nächsten Wochen soll laut Unternehmensangaben nach Einbindung aller Betroffenen eine Entscheidung über die Zukunft der Fabrik gefällt werden. Die beiden anderen österreichischen Standorte von Mars Austria in Wien und Bruck an der Leitha seien nicht betroffen.

Mars Austria will mit dem Betriebsrat ein Abfindungspaket für alle betroffenen Mitarbeiter ausarbeiten. Außerdem soll ein Outplacement-Service angeboten werden, das ihnen helfen soll, “eine Beschäftigung außerhalb von Mars zu finden”, sagte Sprecherin Franziska Zehetmayr auf APA-Anfrage.

Dieses Service solle die Mitarbeiter dabei unterstützen, “die vorhandenen Möglichkeiten optimal zu nutzen”, so Zehetmayr. Auch etwaige freie Stellen in den Mars-Niederlassungen in Wien und Bruck an der Leitha würden den Betroffenen angeboten werden. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Werks solle so rasch wie möglich erfolgen. “Natürlich möchten wir die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht im Unklaren lassen”, sagte Zehetmayr.

Die burgenländische ÖVP sprach unterdessen von einem “Schock für die ganze Region”. Es brauche nun einen umfassenden Sozialplan für alle Beschäftigten, betonte Landesparteiobmann Thomas Steiner in einer Aussendung. Die ÖVP fordert außerdem die Einrichtung einer Arbeitsstiftung. Die Politik müsse nun “alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Mitarbeiter zu unterstützen und dazu beizutragen, diesen rasch wieder die Chance auf Beschäftigung zu eröffnen”, sagte Steiner.

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