Martin Michaud: Aus dem Schatten des Vergessens

Eine bedrohliche Vergangenheit wird zur aktuellen Gefahr in Martin Michauds Krimi „Aus dem Schatten des Vergessens“. In Montreal, Metropole der frankokanadischen Provinz Quebec, wird eine ältere Frau in ihrem Haus überfallen und entführt.

Am nächsten Tag erhält der Chef einer etablierten Anwaltskanzlei eine Todesdrohung. Das mysteriöse Bindeglied zwischen den Vorfällen: Beide hören auf einmal die Stimme von Lee Harvey Oswald, der 1963 John F. Kennedy erschossen haben soll. Einen weiteren Tag später stürzt sich ein Obdachloser von einem Hochhaus.

Die Polizisten können den Mann nicht davon abbringen, aber sie erfahren von ihm, dass der Grund für seine Verzweiflungstat in seiner Vergangenheit liegt. Seine Hinterlassenschaften sind die Brieftaschen der beiden anderen Opfer. Die Hintergründe dieser Ereignisse soll ein Ermittlerteam der Montrealer Polizei aufklären. Eine feste Konstante im Roman ist der Handlungsort Montreal.

Es ist der erste von Michauds Romanen, der in Österreich erscheint. Die nächste deutsche Fassung eines seiner Romane ist für das kommende Frühjahr geplant.

Martin Michaud: Aus dem Schatten des Vergessens. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg, 640 Seiten, 17,40 Euro

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