Martin Walker: Menu surprise

In der aktuellen Ausgabe von Martin Walkers Bruno-Krimis „Menu surprise“ wird eine Frau tot aufgefunden, die bei Pamela als Feriengast gemeldet war. Der Mord führt zu internationalen Verflechtungen und damit zur Rückkehr von Isabelle, jener Frau, die Bruno vor geraumer Zeit das Herz gebrochen hat.

Die Tote und ein weiterer Mordfall beschäftigen nicht nur die einheimischen Polizisten, sondern auch Geheimdienste. Ist es möglich, dass das idyllische Périgord Ziel eines terroristischen Anschlags werden soll? Aus einem Mord wird ein Fall mit internationalen Dimensionen, der zum Ende hin immer vertrackter wird.

Neue Wendungen sorgen für Spannung, die immer wieder aufgetischten regionalen Spezialitäten für Entspannung. Und mittendrin Bruno, der sich nebenbei mit einer ungeplanten Schwangerschaft auseinandersetzen, der hier und da helfend einspringen muss und trotz seiner beruflichen Belastung immer wieder Zeit findet für Pferd, Hund und Menschen, die er zum Kochen und Essen einlädt, zum Beispiel zu einem „Menu surprise“.

Ein hübscher Mix aus Krimi und behaglicher Unterhaltung. Was Walker bis zur Vollendung beherrscht, ist die Kunst, Klischees als außergewöhnlich stimulierende oder bahnbrechende Situationen, stereotype Menschen als unkonventionelle und dynamische Persönlichkeiten darzustellen. Das zu lesen, ist Spaß in Reinkultur.

Martin Walker: Menu surprise, Diogenes Verlag, 432 Seiten, 24,60 Euro

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