Masken aus dickem Jersey, Molton und Denim empfohlen

Selbst genähte Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) filtern Partikel ebenso gut wie gekaufte Einwegmasken – vorausgesetzt man verwendet geeignete Stoffe. Konsumentenschützer haben Materialien von Baumwolle bis Polyester auf ihre Tauglichkeit untersucht. Mit zweilagigen Masken aus dickem Baumwolljersey, Viskose-Jersey, Molton für Sweatshirts sowie klassischem T-Shirt-Jersey sei man „am besten ausgerüstet“, berichtete der Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Ebenfalls sehr gut schnitt in der Untersuchung der französischen Konsumentenschutzorganisation UFCQue Choisir, ein Partner des VKI, mit Batist gefütterter Denimstoff (Jeansstoff) ab. Alle diese Gewebe filterten mehr als 90 Prozent der ausgestoßenen Partikel, und auch nach dem Waschen wiesen sie eine sehr gute Filtrationsleistung auf.

Nicht für MNS-Masken geeignet seien Cretonne und Cretonne-Mischgewebe, Burlington für Hosen, Lycra für Badebekleidung sowie Leintuchstoff mit Fadendichte 57. Allerdings verbesserte sich die Filtrationsleistung von Burlington und dem Leintuch nach zehn Mal Waschen markant. Vier weitere Materialien – Popeline für Hemden, bedruckter Baumwollstoff mit Fadendichte 120, Sport-Polyester, Polyestersatin – filterten 70 bis 89 Prozent der Partikel, das seien „gute“ Werte hinsichtlich der Barrierewirkung gegen Coronaviren & Co. Bei der Baumwolle und beim Polyestersatin war sie nach zehnmaligem Waschen noch leicht verbessert.

Stoffe mit einer sehr guten Filterwirkung haben allerdings den Nachteil, dass sie das Atmen erschweren. Von den Materialien mit sehr guter Filtrationsleistung bekommt man durch klassischen T-Shirt-Stoff aus 95 Prozent Baumwolle und fünf Prozent Elastan noch am meisten Luft. Allerdings sinkt die Atmungsaktivität hier mit dem Waschen. Noch leichter atmet es sich durch zwei Lagen von Sport-Polyester.

Hinsichtlich der Form wurde vor allem die Barrieremaske – mit horizontalen Falten, von der Nase bis zum Kinn – als empfehlenswert beurteilt. Die „Ninja“-Maske sei zwar beliebt, aber nicht unbedingt geeignet – wegen der vertikalen Naht als möglichem Leck. Hier müsse man besonders auf die Stoffqualität achten, und die Naht sollte möglichst kleine Löcher haben. Der „Entenschnabel“ sei ein geeignetes und relativ einfach herzustellendes Modell, das aber aus ästhetischen Gründen eher unbeliebt sei.

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Gute Werte lieferte ein simples Papiertaschentuch einer bekannten Marke als Filtereinlage. Eine zweilagig genähte Stoffmaske mit Papiertaschentuch komme sogar an die Filtrationsleistung einer konventionellen OP-Maske heran. „Allerdings muss das Taschentuch regelmäßig gewechselt werden. Es feuchtet nämlich rasch durch“, schreibt der VKI.

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