Massentests – Kein Contact Tracing nach flächendeckender Testung

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Bei flächendeckenden Massentests wird es kein Contact Tracing geben. So hätten das auch die Slowakei und Südtirol gehandhabt, das werde auch in Österreich das „bevorzugte Vorgehen sein“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien.

Natürlich wäre es gut, wenn es auch bei den Massentestungen Contact Tracing gebe, es sei aber eine Frage der Bewältigbarkeit.

Bei Screenings und bisherigen SARS-CoV-2-Tests werde jedenfalls auch weiterhin auf Kontaktpersonenmanagement gesetzt. Bei positiven Ergebnissen der Massentests werde es auf jeden Fall Nachtestungen geben, sagte der Gesundheitsminister. Ob diese mittels PCR- oder erneutem Antigen-Schnelltests erfolgen sollen, „werden wir im Lauf der nächsten Tage entscheiden“, sagte der Gesundheitsminister. Er betonte erneut, dass Schnelltest nur eine Aussage über den jeweiligen Tag liefern.

Sowohl bei den Massentests als auch bei der Covid-19-Impfung sei Freiwilligkeit das Grundprinzip, bekräftigte Anschober. Allerdings sagte er auch, dass es bereits jetzt in bestimmten Bereichen Vorgaben gebe, etwa in Alten- und Pflegeheimen als Alternative zu Tests die Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken. „Schon jetzt ist in bestimmten Bereichen festgeschrieben, was die Alternative ist“, sagte Anschober.

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Unklar blieb am Dienstag, wie mit bereits genesenen SARS-CoV-2-Infizierten vorgegangen werden wird. Diese Woche soll geklärt werden, ob sich diese auch bei den Massentests testen lassen sollen. In der Regel gehe man zwar davon aus, dass genesene Personen Antikörper haben, allerdings gebe es welche, wo diese relativ bald abgenommen hätten und „damit eine Infektionsoption entstanden ist“, sagte der Gesundheitsminister.

Die Kommunikation rund um die Massentest hat zu Kritik geführt. „Riesenprojekte sind immer auch Lernprojekte“, sagte Anschober dazu. Am Montag habe man gemerkt, „dass wir noch unterschiedliche Informationsstände haben“, berichtete der Gesundheitsminister. Man werde bald in „ein gemeinsames Tun“ kommen. „Wichtig ist, dass wir alle an einem Strang ziehen“, sagte Anschober. Man sei gerade mitten im Planungsprozess. „Wir konzentrieren uns jetzt ganz stark auf die zwei großen Projekte“, sagt Anschober – also Impfung und Massentests.

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