Masters vierter Titel von Scottie Scheffler in zwei Monaten

Scottie Scheffler hat seit 2018 einen Abschluss an der Universität Texas im Finanzwesen, diese Ausbildung könnte ihm nun zugutekommen. Mit vier Golf-Siegen, gekrönt vom Erfolg im 86. Masters in Augusta am Sonntag, hat der 25-Jährige in nur zwei Monaten rund 9,6 Millionen Dollar (rund 8,84 Mio. Euro) verdient. Seit seinem Premierenerfolg hat sich Scheffler vom 15. Platz zur überlegenen Weltranglistenführung emporgeschwungen. Nach dem wichtigsten Erfolg dankte er Tiger Woods.

Der fünffache Masters-Gewinner Woods, der sein Comeback 14 Monate nach schweren Beinverletzungen an der 47. Stelle abschloss, hatte großen Einfluss auf den 21 Jahre jüngeren Scheffler in dessen Jugendtagen. „Ich habe seine Eisen gespielt, seine Schuhe getragen, in dieser Woche sein Shirt getragen“, berichtete Scheffler am Sonntag. Youtube-Videos von Woods seien „eine Inspiration für mich“ gewesen. Er habe sich daran erinnert, wie sich Woods bei dessen Premieren-Sieg 1997 nie in seiner Konzentration stören ließ. Er habe versucht, sich ebenso zu verhalten wie sein Vorbild, sagte der Profi aus New Jersey: „Danke, Tiger.“

Woods hatte via Twitter Bewunderung für den neuen Major-Champion ausgedrückt. „Gratulation an Scottie Scheffler zu einem herausragenden Sieg“, schrieb der Superstar und schrieb von einem „speziellen Lauf“. Seine eigene Leistung stufte Woods hoch ein. „Es war ein unglaubliches Gefühl. Worte können es nicht wirklich beschreiben“, sagte der 15-fache Major-Gewinner. „Wenn man bedenkt, wo ich vor etwas mehr als einem Jahr war und was meine Perspektiven waren, nun hier zu sein und vier volle Runden zu spielen. Noch vor einem Monat war ich mir nicht sicher, ob ich das schaffen kann.“

Scheffler suchte nach dem mit der Masters-Rekordsumme von 2,7 Millionen Dollar (rund 2,5 Mio. Euro) belohnten Triumph auch nach Worten. „Ich kann es nicht fassen, was es bedeutet, dass ich nun mein ganzes Leben hier spielen kann.“ Auf dem Platz hatte er keine Nerven gezeigt, auch nicht zu Beginn der Schlussrunde, als ihm der Australier Cameron Smith bis auf einen Schlag nahe gerückt war. Schließlich erwies sich der vierfache Major-Gewinner Rory McIlroy aus Nordirland dank einer 64er-Runde als schärfster Gegner.

Doch Scheffler genügte eine 71 am Sonntag, um mit drei Schlägen Vorsprung seinen ersten Major-Titel zu feiern und ins Grüne Sakko zu schlüpfen. Sein Plan für die letzte Runde klang einfach. „Ich habe mich nicht darum gekümmert, was die anderen da draußen gemacht haben. Ich dachte, wenn ich gutes, solides Golf spiele, werde ich den Job erledigen.“

Sein Vorstoß an die Spitze hatte sich angedeutet. Im vergangenen Jahr war Scheffler in drei der vier Majors in den Top Ten und 18. beim Masters. Und auf dem Weg zum Ryder-Cup-Sieg mit dem Team der USA besiegte er den damaligen Weltranglisten-Ersten Jon Rahm (ESP).

„Er hat keine Schwächen, ist mental sehr stark und hat als US-Junior-Champion, großartiger College-Spieler und Rookie des Jahres auf der PGA-Tour viel Erfahrung“, betonte Caddie Ted Scott. Scheffler würde auf dem Boden bleiben, dafür sorge auch seine Frau. Der neue Star leere daheim auch als Nummer 1 den Mistkübel aus.

Sepp Straka war mit seinem Premierensieg auf der PGA-Tour und einem neunten Platz in den sechs Wochen zuvor zum Masters-Debüt gekommen. Auf dem schwierigen Kurs blieb der 28-jährige Austroamerikaner zum Abschluss mit 71 Schlägen erstmals unter Par und durfte nach dem Gesamtscore von 293 (5 über Par) mit dem 30. Platz (Preisgeld 102.000 Dollar) zufrieden sein. In der Weltrangliste verbesserte sich der gebürtige Wiener als bester Österreicher an die 67. Stelle, seine bisher beste Platzierung.

„Was für eine unglaubliche Erfahrung bei meinem ersten Masters“, schrieb Straka auf Instagram: „Ein Traum wurde wahr und alle Erwartungen übertroffen. Definitiv eine Motivation, nächstes Jahr wieder hierher zu kommen.“

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