„Mauerfall“ in Esthofen

Mehr als 200 Starter aus zehn Nationen bestreiten den Bergrenn-Saisonabschluss 2019

Der Vorjahreszweite Marcel Steiner (SUI) im Mugen V8 jagt auch heuer wieder die Bestzeit.
Der Vorjahreszweite Marcel Steiner (SUI) im Mugen V8 jagt auch heuer wieder die Bestzeit. © MSC Rottenegg/Binder

Von Andy Hörhager

Der automobile Bergsport-Klassiker von Esthofen hinauf nach St. Agatha wird am 21. und 22. September schon zum 32. Mal gefahren. Heuer kann der Lauf zur FIA Zonen-EM, zur österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft, zum K&W-Bergcup sowie zum NSU TTS Cup auf der anspruchsvollen Landstraßen-Piste aber mit einer Neuerung aufwarten.

30 Jahre nach Berlin feierte auch Esthofen-Agatha seinen „Mauerfall“, eine Betonmauer bei der Waldeinfahrt musste einer Straßenverbreiterung weichen. Damit fehlt zwar ein neuralgischer Punkt der 3,2 km langen Strecke, die bessere Sicht birgt freilich neue Herausforderungen. „Jetzt sehen alle in die Kurve hinein, da werden auch weniger mutige Fahrer die Passage mit Vollgas ansteuern“, wusste Organisationsleiter Markus Altenstrasser vom bewährten Veranstalterklub MSC Rottenegg.

„Und in der nächsten Kurve Probleme bekommen“, schmunzelte Lokalmatador Rene Martinek (VW Golf GTI TCR). Diese erreichen die Fahrer natürlich auch schneller, als gewohnt. „Und dort stimmen wegen der höheren Geschwindigkeit die gewohnten Bremspunkte nicht mehr, da wird’s einige zaubern!“

Die Fans wird es freuen, dank eifriger Borkenkäfer sind die Abschnitte vor der Waldpassage nun von den Zuschauerzonen aus besser einzusehen. Für die besten Plätze auf der neu gestalteten Böschung müssen Besucher aber bald aufstehen, diese sind erfahrungsgemäß rasch vergeben.

Im Vorjahr war Patrik Zajelsnik (SLO) im Norma V8 vor Marcel Steiner (SUI) im Mugen der Schnellste, seine 1:11,163 Minuten sollten heuer aber nicht mehr reichen. Bei trockener Piste könnte sogar der Streckenrekord von Christian Merli (ITA, Osella) aus dem Jahr 2017 wackeln, dafür wären gar 1:02,129 notwendig.

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