Mazda 2: Das Baby ist gewachsen

Nach 15 Jahren Bauzeit stellte Mazda 2003 sein Einsteigermodell 121 – liebevoll auch „Baby“ genannt – ein. Es folgte der Mazda 2, der heute in der dritten Generation vom Band läuft und mittlerweile ganz schön gewachsen ist. Der japanische Kleinwagen weiß mit seinen vielseitigen Qualitäten zu überzeugen und dank Skyactiv-Motor lässt sich der 90 PS starke Vier-Zylinder-Benziner mit Mild-Hybrid-System auch sehr spritsparend bewegen.

Das Facelift beim neuen Mazda 2 erkennt man sehr deutlich am neuen, wabenförmigen Kühlergrill, wie er bei den größeren Brüdern verbaut ist. Das Karosseriedesign selbst blieb hingegen ziemlich unangetastet –, aber wieso etwas verändern, das ohnehin gefällt.

Die Scheinwerfer wurden im neuen 2er-Modell jetzt mit LED-Technologie ausgestattet und viele nützliche Assistenzsysteme bereichern den wendigen Stadtflitzer – beispielsweise Rückfahrkamera, Spurhalte- oder Notbremsassistent mit Fußgängererkennung sowie Start-Stopp-Automatik. Auch das Starten des Motors passiert mittels Knopfdruck, ebenso das Öffnen der Türen, ein komplett schlüsselloses Zugangssystem fehlt aber.

Typenschein

Mazda2 G90 Takumi Plus

Preis: ab € 19.590,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 21.010,-, einen Mazda2 gibt es ab € 14.690,-
NoVA/Steuer: 1 % / € 312,48 jährlich
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung

Technische Daten:
Motor: 1,5-Liter-Skyactiv-Benzinmotor, 1496 cm³, 66 kW/90 PS bei 6000 U/min, max. Drehmoment 148 Nm bei 4000 U/min
Getriebe: 6-Gang-Handschaltung
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 183 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,8 s
WLTP-Verbrauch: 5,3 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 5,7 Liter
CO2-Ausstoß: 120 g/km
Euro 6d

Eckdaten:
L/B/H: 4065/1695/1495 mm
Radstand: 2570 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1395/1929 kg
Kofferraum: 250–882 Liter
Tank: 44 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 185/60 R16 auf 16“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBD/DSC/TCS/ALH/BSM/TSR
Airbags: 6

Absoluter Blickfang im Innenraum sind die beheizbaren, zweifarbigen Ledersitze, auf denen man sich sofort wohlfühlt. Dank verstellbarem Multifunktions-Lederlenkrad, das ebenfalls beheizbar ist, findet man auch schnell die richtige Sitzposition.

Für ein besonderes Wohlfühlambiente sorgt weiters die automatische Klimaanlage und schließlich hilft noch der serienmäßige Tempomat beim entspannten Fahren.

Ein übersichtlich auf Augenhöhe montierter 7-Zoll-Kontrollmonitor erleichtert die Bedienung von Radio, Navi und Fahrzeugeinstellungen. Bedient wird das alles über einen Dreh-/Drückregler in der Mittelkonsole, begleitet von ein paar zusätzlichen Knöpfen.

Mild-Hybrid spart Sprit

Motorisch bleibt Mazda beim 2er-Baby dem Vierzylindertriebwerk treu und macht dieses mittels Mild-Hybrid-System – es speichert beim Bremsen die Energie und gibt diese beim Beschleunigen wieder an den Motor ab – verbrauchsgünstiger. Zu empfehlen ist der 90 PS starke Skyactiv-Benziner, weil er doch bessere Fahrwerte erlaubt – unter zehn Sekunden von Null auf 100 km/h – als der kleinere 75-PS-Motor.

Der mitgelieferte sechste Gang für das handgeschaltene Getriebe erscheint aber fast überflüssig, weil man ihn sehr selten verwenden kann. Überhaupt muss man den Mazda 2 sehr hochtourig fahren, um immer genügend Kraft auf die Straße zu bringen.

Das straff ausgelegte Fahrwerk wiederum gibt stets eine gute Rückmeldung auf die Fahrbahnbeschaffenheit und erlaubt somit ein zügiges Kurvenfahren. Dazu kommen noch die gefälligen 16-Zoll-Aluräder mit 185er-Bereifung.

Fazit

Der Mazda 2 Mild-Hybrid ist ein idealer Stadtflitzer mit genügend Stauraum für den schnellen Einkauf zwischendurch. Dazu kommt ein fast unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis – selbst mit der Top-Ausstattungslinie „Takumi Plus“ kostet der flotte Japaner nur knapp mehr als 20.000 Euro. Neben den günstigen Anschaffungskosten werden auch die niedrigen Erhaltungskosten penible Rechner begeistern.

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