McLaren-Teamchef erwartet “intensivste Saison”

McLaren-Teamchef Andreas Seidl erwartet nach dem Neustart der Formel 1 außergewöhnliche Belastungen. “Wir werden die intensivste Saison aller Zeiten erleben”, sagte der Deutsche vor dem Auftaktrennen am Sonntag in Spielberg. Die Teams müssten sich auf einen “permanenten Balanceakt” einstellen, um den dicht gedrängten Kalender und die nötige Weiterentwicklung der Autos in den Fabriken zu meistern.

Die Formel 1 beginnt ihre Saison wegen der Covid-19-Pandemie mit vier Monaten Verspätung, will aber bis Mitte Dezember noch mindestens 15 Grand Prix absolvieren. Mit einem umfassenden Hygienekonzept und Rennen vorerst ohne Zuschauer habe die Formel 1 “ein gutes Mittel zwischen dem Schutz der Mitarbeiter und einer weiter tollen Show” gefunden, versicherte Seidl. Die größte Herausforderung für die Mechaniker sei das Tragen von Masken in der Garage.

Trotz Kurzarbeit bei McLaren und fehlenden Testmöglichkeiten im Rahmen des Regelwerks mit einem älteren Auto sei er “sehr happy mit der Vorbereitung” des Teams, sagte der Teamchef. Die Fahrer, der künftige Ferrari-Pilot Carlos Sainz aus Spanien und der Brite Lando Norris, seien “fitter als je zuvor”. Es bedürfe lediglich “drei, vier Runden in Österreich, dann werden die beiden den Rost abgeschüttelt haben, wenn sich denn einer angesetzt hat”, sagte Seidl.

Wegen der Pandemie kam die englische McLaren-Gruppe, zu der das Formel-1-Team und die Supersportwagen-Marke gehören, auch finanziell in Bedrängnis. Doch am Montag gab die National Bank of Bahrain bekannt, dass McLaren ein Kredit zu günstigen Konditionen über 150 Millionen Pfund (163,86 Mio. Euro) gewährt wird. Der Staatsfonds des Königreichs Bahrain, die Mumtalakat Holding Co., ist sowohl Mehrheitseigentümer der Bank of Bahrain als auch von McLaren.

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