Medienkompetenz und Deutsch

Klare Hattmannsdorfer-Forderungen vor Extremismus-Ausschuss

OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer © OÖVP

Geht es um das in Ausarbeitung befindliche Landes-Programm gegen Extremismus in OÖ, sieht OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer insbesondere das von Grünen-Landesrat Stefan Kaineder geführte Integrationsressort gefordert.

Vor der heutigen Sitzung des zuständigen Unterausschusses pocht Hattmannsdorfer seitens des Integrationsressorts auf Maßnahmen, die darauf ausgerichtet seien, „bei jugendlichen Zuwanderern den kritischen Blick auf die Inhalte sozialer Medien zu schärfen und damit deren Anfälligkeit für Radikalisierung, extremistische Anwerbungsversuche oder für die Verbreitung von demokratiefeindlichen Fake News einzudämmen“.

Klar ist für den OÖVP-Landesgeschäftsführer jedenfalls: „Wer morgen weniger Extremismus und Radikalisierung in Österreich haben will, muss heute auch mit Programmen zur Verbesserung der Medienkompetenz junger Zuwanderer ansetzen.“

Deutschkenntnisse

Wobei hier auch die Deutschkenntnisse eine wesentliche Rolle spielen. Laut einer Studie des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zeige sich, dass Migranten mit geringem oder fehlendem Deutschgebrauch im Alltag tendenziell von klassischen Massenmedien abrücken und vermehrt auf interaktive Internet-Plattformen ausweichen — wo aber immer häufiger Fake-News und radikalislamische Hetzer die Stimmung anheizen.

Auf das Gefahrenpotenzial interaktiver Internet-Plattformen werde auch im aktuellen Verfassungsschutzbericht hingewiesen, so Hattmannsdorfer.

„Im Sinne der Sicherheit und des Zusammenhalts in Oberösterreich führt also an einer effizienten Medienschulung junger Migrantinnen und Migranten kein Weg vorbei. Im Verlauf der weiteren Beratungen über ein Anti-Extremismus-Programm wird es also darauf ankommen, auch auf dem Sektor der Medienschulung die Kräfte zu bündeln, indem bestehende Angebote evaluiert und entsprechend zusammengeführt oder aufgewertet werden“, so Hattmannsdorfer.

Von der heutigen Unterausschusssitzung erwarte er sich richtungsweisende Auskünfte des Integrationsressorts hinsichtlich der „Tauglichkeit bereits laufender Medienschulungen und beabsichtigter Adaptierungen in diesen Angeboten“, deponiert Hattmannsdorfer seine Vorstellungen.

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