Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge aus 2015 hat einen Job

Seit Ende Juni haben erstmals mehr als 50 Prozent aller 2015 nach Österreich gekommenen Flüchtlinge einen Job.

Das berichtet die „Presse“ unter Berufung auf Daten des AMS. 9.500 Personen sind in jener Gruppe, die 2015 in Österreich Asyl oder subsidiären Schutz erhalten haben und sich bis Mitte 2016 beim AMS gemeldet haben.

4.900 davon waren Ende Juni in Beschäftigung, knapp 460 davon selbstständig oder mithilfe eines geförderten Arbeitsplatzes.

Eigentlich habe man das Überschreiten dieser Schwelle bereits für 2020 erwartet, wird AMS-Vorstand Johannes Kopf in der Zeitung zitiert. „Covid-19 machte uns jedoch auch hier einen Strich durch die Rechnung.“

Die wichtigste Branche für Flüchtlinge ist die Gastronomie, in der 14 Prozent untergekommen sind, vor den Personalleasing-Firmen mit elf Prozent und dem Einzelhandel mit zehn Prozent. An vierter Stelle folgt mit sieben Prozent das Baugewerbe.

Weiters zeigt die Sonderauswertung des AMS nach wie vor große Hürden bei der Arbeitsmarktintegration: So haben zwar 74 Prozent aller 2015er-Flüchtlinge irgendwann in diesen fünfeinhalb Jahren zumindest einmal gearbeitet – bei vielen blieb es dabei jedoch bei wenigen Wochen oder Monaten. Mehr als ein Viertel hat somit nie auch nur annähernd auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst. Von den nach Österreich geflüchteten Frauen sind nur 22 Prozent in Beschäftigung.

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