Mehrere Tote nach Angriff auf Trauerfeier im Irak

Bei einem Attentat auf eine Trauerfeier sind im Irak mehrere Menschen getötet worden. Der Terroranschlag habe sich in der Nähe der Stadt Yathrib nördlich von Bagdad ereignet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur INA unter Berufung auf Sicherheitskreise am Freitagabend. Nach Angaben von Augenzeugen starben 13 Menschen, mindestens 50 wurden verletzt. Den Aussagen zufolge griffen Terroristen des Islamischen Staats (IS) die Trauergäste mit Maschinengewehren an.

Die Angreifer sollen anschließend geflohen sein. Eine offizielle Bestätigung zum Hergang der Tat und zur Anzahl der Toten gab es zunächst nicht.

Erst vor eineinhalb Wochen waren bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 30 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Im Jänner waren bei einem Terrorangriff in Bagdad 32 Menschen getötet und 110 Menschen verletzt worden. Der IS bekannte sich zu beiden Attentaten.

Insgesamt hat sich die Sicherheitslage in Bagdad aber in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Das Land leidet aber immer noch unter den Folgen des Kampfes gegen die sunnitische IS-Terrormiliz, die zwischen 2014 und 2017 große Gebiete im Norden und Westen des Landes beherrscht hatte. Die irakischen Sicherheitskräfte konnten den IS mit internationaler Unterstützung – insbesondere der USA – militärisch besiegen. Zellen der Terroristen sind aber weiterhin aktiv und verüben Anschläge.

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