Meinung

von Dominik Hennerbichler

BP-Wahl ist „cringe“

Kommentar zur Bundespräsidentenwahl.

Es sind schon kuriose, lustige Bilder, die einem durch den Kopf schießen, wenn man sich vorstellt, wie die Präsidentschaftskandidaten ihre SocialMedia-Profile „up-to-date“ halten.

Einen Alexander Van der Bellen, der sich mit Schmollmund und lässigen Haushaltstipps an seine „Community“ wendet, wird man zwar dort freilich nicht finden. Aber sein TikTok-Video, in dem er etwa aus dem „Lustigen Taschenbuch“ liest, ist fast genauso „cringe“ — also etwas unangenehm und ein bisschen peinlich. Hinter all den TikTok-Videos, Instagram-Bildern, Facebook-Posts und Tweets der Kandidaten stehen zwar oft eigene SocialMedia-Teams, die den Auftritt inszenieren.

Am Ende wirken die Protagonisten — vorwiegend ältere, weiße Herren — dann aber doch eher verloren und unnatürlich. Fakt ist aber: Politiker können heutzutage auf eben solche Auftritte nicht mehr verzichten.

Denn zu groß und wichtig ist die Reichweite, die man — mit vergleichsweise wenig finanziellen Mitteln — generieren kann. Oft ist es auch der einzige Kanal, um überhaupt zu jungen Wählerinnen und Wählern durchzudringen. Schwierig ist aber den Spagat zu schaffen, einerseits unterhaltsame Inhalte auf den Plattformen zu kreieren und andererseits das Ansehen des Amtes, für das sie kandidieren, nicht anzukratzen.

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