Merkel will „faires System“ der Flüchtlingsverteilung

Kanzlerin in Spanien: Dublin funktioniert nicht

Obwohl von vielen EU-Staaten abgelehnt, beharrt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel darauf: Die EU-Mitgliedstaaten sollten in der Migrationspolitik daran arbeiten, ein „faires Verteilsystem zu finden und gemeinsam die Rückführung zu organisieren“, sagte sie während ihres Besuches beim spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez am Wochenende. „Kein Land kann sich vor dieser Aufgabe drücken“, fügte sie hinzu.

Die bisherige europäische Asylregelung der Dublinverordnung bezeichnete sie als „nicht funktionsfähig“. Merkel: „Nach der Theorie dürfte nie ein Migrant oder ein Flüchtling in Deutschland ankommen“, so Merkel, „das entspricht aber nicht der Realität“.

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Deutschland unterstütze die Bemühungen Spaniens, den steigenden Zustrom von Migranten von Marokko übers Mittelmeer nach Europa einzudämmen. Für das Abkommen zur Rückübernahme von Asylwerbern zwischen Deutschland und Spanien, das am Samstag in Kraft trat, war Merkel voll des Lobes.

Marokko stoppt Migranten

Marokkanische Sicherheitskräfte haben unterdessen rund 1600 Migranten nahe der Mittelmeerküste aufgegriffen und in den Süden des Landes gebracht, „wo bessere Lebensbedingungen herrschen“, wie ein Behördenvertreter sagte. Offenbar sollten sie von der Überfahrt nach Europa abgehalten werden.