Messerangriff: Sieben Verletzte

Mann stach in Paris auf zahlreiche Menschen ein — Kein Terrorangriff

Polizisten ermittelten nach dem Angriff am Tatort im 19. Arrondissement.
Polizisten ermittelten nach dem Angriff am Tatort im 19. Arrondissement. © AFP/Abdekafi

PARIS — Ein mit einem Messer und einer Eisenstange bewaffneter Mann hat Sonntagabend in Paris offenbar wahllos Passanten angegriffen und dabei sieben Menschen verletzt. Vier von ihnen erlitten dabei schwere Verletzungen, ein Zeuge stand unter Schock. Beim Täter dürfte es sich um einen Afghanen handeln. Bisher deutet nichts auf ein terroristisches Motiv hin.

Die Attacke passierte beim Bassin de la Villette – einem Kanalbecken im Nordosten der Metropole, an dem sich im Sommer abends oft viele Menschen treffen. Nach Angaben der Zeitung „Le Parisien“ soll der Angreifer dort am späten Sonntagabend in der Nähe eines Kinos zunächst auf drei Personen eingestochen haben. Männer, die in der Nähe Boule spielten, hätten versucht, ihn zu stoppen. Einer von ihnen warf demnach eine Kugel auf den Angreifer, die ihn zwar traf, aber nicht außer Gefecht setzte. Daraufhin habe der Täter seinen Weg in eine Nebenstraße fortgesetzt und weitere Passanten angegriffen. Die Polizei nahm den Messerstecher schließlich fest.

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Über die Hintergründe der Tat lagen zunächst keine Informationen vor. Die Kriminalpolizei ermittelt nach Angaben aus Justizkreisen wegen versuchten Totschlags. Laut Medienberichten waren unter den Verletzten auch zwei Touristen aus Großbritannien.

Und in Lyon ist am Montag bei einer wilden Verfolgungsjagd ein Mann mit seinem Fahrzeug auf die Pisten des Flughafens gerast, dort konnte er überwältigt werden. Zuvor habe er Glastüren an einem Terminal durchbrochen. Es wurde niemand verletzt.