MeToo: Filmakademie-Spitze will Vergangenheit aufarbeiten

Institutsvorstand Krausz nahm Stellung zur laufenden MeToo-Debatte © APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/MICHAEL LOCCISANO

Die Filmakademie Wien rückt verstärkt ins Zentrum der laufenden MeToo-Debatte in der österreichischen Filmbranche. Nachdem die Studierendenvertretung in einer vom „Standard“ zitierten Position zuvor mangelnde Bereitschaft der Akademiespitze beklagt hatte, sich mit Vorwürfen bezüglich der alten Leitung auseinanderzusetzen, bezogen nun Danny Krausz und Oliver Kunz Stellung: „Wir sind ganz klar der Auffassung, dass es keinen Grund geben kann die Vergangenheit ruhen zu lassen!“

Ausgangspunkt für die laufende Diskussion sind Vorwürfe der Regisseurin Katharina Mückstein, die sich – ohne Namen zu nennen – unter anderem auf ihre eigene Ausbildungszeit bezogen und dazu auch ihr zugespielte Fallgeschichten veröffentlicht hatte. Die Studierenden forderten nun konkrete Namen von Beschuldigten und nannten in diesem Zusammenhang einen mittlerweile verstorbenen früheren Institutsvorstand.

„Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen aufzuklären, offenzulegen was geschehen ist und den uns zur Verfügung stehenden gesetzlichen Rahmen bestmöglich nutzen“, unterstrichen nun Krausz und Kunz in einer der APA vorliegenden Stellungnahme, ohne auf konkrete Namen einzugehen.

Man habe sich auch in der Vergangenheit immer sehr klar positioniert, hielt die aktuelle Institutsspitze fest, was auch in Zukunft der Fall sein werde: „Wir stellen uns klar gegen jegliche Form von Missbrauch und Diskriminierung und sehen es als unsere Aufgabe und Verantwortung, unseren Studierenden ein sicheres Arbeits- und Lernumfeld zu bieten.“ Man wolle den Bereich der „Präventionsüberlegungen“ intensivieren.

Vollständige Stellungnahme abrufbar unter filmakademie.wien

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