Mexikaner Perez fährt nächstes Jahr im Red Bull

Nach seiner Ausbootung beim künftigen Aston-Martin-Team bekommt der Mexikaner Sergio Perez doch ein Formel-1-Cockpit für 2021. Der 30-Jährige bestreitet zumindest die kommende Saison für Red Bull an der Seite von Max Verstappen, das bestätigte der Rennstall am Freitag. Perez erhielt damit den Vorzug gegenüber dem bisherigen Piloten Alexander Albon aus Thailand und stach auch den Deutschen Nico Hülkenberg aus, der zuletzt ebenfalls als Kandidat gehandelt worden war.

Albon wird zum Ersatz- und Testfahrer degradiert und soll sich besonders um Reifentests und die Arbeit am Simulator kümmern. Der 24-Jährige war in dieser Saison deutlich langsamer als der Niederländer Verstappen, leistete sich serienweise Fehler und blieb mit Platz sieben in der Gesamtwertung hinter den Erwartungen. Verstappen belegte WM-Platz drei und feierte in England und Abu Dhabi Rennsiege.

Die Entscheidung sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, versicherte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. „Nachdem wir uns die Zeit genommen haben, um alle relevanten Daten und Leistungen zu evaluieren, haben wir beschlossen, dass Sergio der richtige Fahrer neben Max für 2021 ist“, erklärte der Brite. „Alex bleibt als wichtiger Teil unseres Teams“, fügte er hinzu und dankte Albon für seinen Einsatz.

Perez hat in der Formel 1 bisher 193 Grand-Prix-Teilnahmen vorzuweisen und feierte im vorletzten Rennen der abgelaufenen Saison in Bahrain seinen ersten Sieg. Seine bisherigen Stationen waren Sauber, McLaren sowie Force India und dessen Nachfolge-Rennstall Racing Point. Dort muss er nach dieser Saison für den Deutschen Sebastian Vettel Platz machen, der Ferrari nach sechs Jahren mit Höhen, aber auch vielen Tiefen verlassen musste.

„Mit Sergio Perez gewinnen sie jemanden dazu, der viel Erfahrung besitzt und über viel Speed verfügt. Meiner Meinung nach ist Red Bull gestärkt durch diesen Neuzugang von Sergio“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in einer Videokonferenz. „Das wird das Team noch mehr zu einem starken Gegner in der Konstrukteursweltmeisterschaft werden lassen.“ In der abgelaufenen Saison wurde Red Bull in der Teamwertung Zweiter hinter den „Silberpfeilen“.

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