Mexiko: 166 Leichen in Massengräbern entdeckt

Informant gab Behörden Tipp — 144 Ausweise und persönliche Gegenstände gefunden — Exhumierungen laufen

VERACRUZ — Im Osten Mexikos haben Ermittler Massengräber mit mindestens 166 Leichen entdeckt. Die Gräber seien im Bundesstaat Veracruz gefunden worden, sagte Staatsanwalt Jorge Winckler. Der genaue Fundort werde aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. Forensikexperten untersuchten derzeit den Fund. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um mindestens 32 Gräber.

Die Ermittler fanden 200 Kleidungsstücke, 144 Ausweise und andere persönliche Gegenstände, seit am 8. August die Exhumierungen begannen. Wie es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft weiter hieß, sagte ein Informant den Behörden, dass mehrere hundert Menschen an dem Ort verscharrt worden seien. Die Behörden versuchen derzeit mit Drohnen und Bodenradar-Geräten, weitere Leichen zu orten. Nach ersten Erkenntnissen sind die Gräber mindestens zwei Jahre alt.

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In Mexiko liefern sich rivalisierende Banden einen Krieg um die Vorherrschaft über den Drogenhandel. Mehr als 200.000 Menschen wurden seit 2006 im mexikanischen Drogenkrieg ermordet. Damals startete die Regierung unter Einsatz der Armee einen Feldzug gegen die Drogenkartelle. Kritiker machen diesen Einsatz maßgeblich für den Anstieg der Morde verantwortlich.

Im östlichen Bundesstaat Veracruz ist die Mischung aus Drogenkriminalität, Bandenkonflikten und Korruption besonders brisant. Allein in dieser Region gelten seit dem Jahr 2006 etwa 3600 Menschen als vermisst. In einem anderen, 2016 in Veracruz gefundenen Massengrab wurden 280 Leichen gefunden.